Greenpeace beendet Lidl-Kooperation
Wie heute morgen in der taz zu lesen war, hat Greenpeace nach heftiger Kritik aus der Öffentlichkeit und aus den eigenen Reihen nun den Vertrieb des Greenpeace-Magazins über die Lebensmittel-Kette Lidl eingestellt. Es wurde bekannt, dass Lidl die Magazine kaum absetzen konnte und sie somit im Altpapier verschwanden. Greenpeace verschaffte der Deal immerhin alle zwei Monate 150.000 und später 60.000 bezahlte Magazine. “Greenpeace ist politisch und finanziell unabhängig und wird von Spenden vieler Privatpersonen getragen. Wir nehmen kein Geld von der Industrie oder von Regierungen an, wir lehnen Sponsoring ab” heißt es in einer einer aktuellen Stellungnahme der Organisation.
Greenpeace Deutschland hat die Wirkung des Verkaufs des Greenpeace-Magazins beim Discounter Lidl falsch eingeschätzt. Wir haben das Obst- und Gemüseangebot von Lidl wie das vieler anderer Handelsketten kritisch unter die Lupe genommen und dort zeitgleich das Greenpeace-Magazin zum Kauf angeboten. Wir hätten nie gedacht, dass diese Kombination unsere Glaubwürdigkeit in Frage stellen könnte. Das war ein Fehler. Wir bedauern, dass wir Zweifel an unserer Unabhängigkeit möglich gemacht haben.(Quelle: Greenpeace)
Gemeinsame Aktionen von Umweltorganisationen und großen Unternehmen scheinen derzeit beliebt zu sein. Seit April läuft in der Bild-Zeitung die Kampagne “Rettet unsere Erde – Ich mache mit” – eine Kooperation mit den Umweltschutzorganisationen Greenpeace, World Wildlife Fund (WWF) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Eigentlich kein schlechter Gedanke, über Massenkommunikationsmittel oder Massenkonsumtempel eine Masse Menschen erreichen zu wollen. Klar ist, dass Organisationen auch neue Wege gehen müssen, um das, wofür sie stehen und sich einsetzten, erreichen zu können. Es bleibt eine Gradwanderung zwischen den Missionen der Organisationen und ihrer Vereinnahmbarkeit durch Unternehmen, die andere Ziele verfolgen, als die der Organisationen. Offen bleibt: Wer nützt hier wem?
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Am 31. Juli 2007 um 21:10 Uhr
Um die gesamte Öffentlichkeit zu erreichen ist nunmal unvermeidbar, in Kooperationen mit Massenmedien oder Öffentlichkeitsmagneten zu treten.
Auch Live Earth musste, um ihre angestrebten Zielgruppen zu erreichen Künstler angagieren, die den Zweck der Veranstaltung nicht die Priorität zuordnen, wie von den Veranstaltern gewünscht.
So ließ zum Beispiel Joss Stone, ihren Fahrer während ihres Auftritts den Motor einige Stunden vor Konzertende anlaufen, damit Sie auf der Heimfahrt nicht friert und der Wagen vorgeheizt ist…….!!
Kurzum, seine Ziele, also die Aufmerksamkeit des breiten Volkes, erreicht man manchmal nur über Umwege, auch wenn diese der eigentlichen Sache und Grundidee mehr als fremd sind.
Am 8. Januar 2008 um 22:02 Uhr
Wenn man hier liesst wielange diese Kooperation schon aufgehoben ist muss man sich wohl ernsthaft fragen wieso Stern TV heute abend über die Greenpeace-Lidl kooperation berichtet. Da Hat Stern Tv wohl nichts besseres gefunden und muss nun die alten Kamellen wieder rauskramen.
Mfg René