(Un)faire Designwettbewerbe
Sie gelten als die Währung der Gestalter: Die Gewinne möglichst vieler Designpreise, seien es der vordere Platz in Wettbewerben oder Auszeichnungen für besonders gute Arbeiten. Je mehr Preise, desto besser das Renommee. Das heißt bei der Mitarbeit in großen Agenturen auch: mehr Geld. Dass Design-Wettbewerbe auch eine sehr günstige Möglichkeit sind, an Ideen zu gelangen und dafür im Besten Fall die Rechte am Produkt geschenkt zu bekommen, das wissen mitlerweile auch einige Unternehmen, die munter Wettbewerbe ausschreiben. Beim Designpreis der Bundesrepublik Deutschland, ausgeschrieben vom Wirtschaftsministerium müssen die eingeladenen Bewerber zunächst 210 Euro bezahlen, um überhaupt teilnehmen zu dürfen. “90 Prozent der Wettbwerbe sind unfair für die Teilnehmer”, so Sabine Zentek, Vorsitzende von Fidius e. V. Der von Designern und Rechtsanwälten gegründetet Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, sich für faire Designwettbewerbe starkzumachen. So verlieh Fidius e. V. am Freitag im Berliner Postfuhramt die Negativ-Auszeichnungen an Beck’s, Bitburger, Mazda, und an das bereits erwähnte Wirtschaftsministerium. Der positiv-Preis ging an die Ikea-Stiftung für den Wettbewerb “Wohnen in der Zukunft“. Bleibt zu wünschen, dass es in Zukunft mehr faire als unfaire Wettbewerbe geben wird.
mehr: fidius-online.de

Am 1. September 2007 um 19:11 Uhr
Exakt sowas hatte ich mir auch schon überlegt. Bei den Logowettbewerben ist das ja möglicherweise etwas anders als bei Produktdesignwettbewerben, aber im Netz passiert da grad auch so einiges was man wahrscheinlich eher den negativen als den positiven Wettbewerbpreis gewinnen würde.
Mehr dazu hier:
http://www.ruckh.org/blog/2007/08/mitmachlogos/
Am 15. August 2008 um 10:09 Uhr
[...] selbstverständlich, denn an deutschen Designwettbewerben wurd bisher berechtigterweise desöfteren Kritik [...]