Water Footprint – visualisiert
Viele kennen mittlerweile den Ökologischen Fußabdruck, über den Digitalen Fußabdruck wurde hier kürzlich etwas geschrieben. Es gibt aber noch weitere “Fußabdrücke”, anhand derer der Verbrauch verschiedener Ressourcen berechnet werden kann: Zum Beispiel der “Wasser Fußabdruck” bzw. “Water Footprint”. Auf dem fontblog stolperte ich über einen Artikel über das “Virtual Water project“. Dieses Projekt stammt von Timm Kekeritz, einem Studenten der Fachhochschule Potsdam. Kürzlich realisierte er als Semesterprojekt ein zweiseitiges Plakat, auf dem er die Ergebnisse der Studie “Water Footprints of Nations” (download pdf) als Infografik visualisiert hat. Die verwendete Studie entstand in Zusammenarbeit der Universität Enschede und der UNESCO-IHE Delft.
“The main intention of this poster is to show how much freshwater is used to produce selected products – hoping for people to rethink their consumption patterns. The visualization of nation’s footprints tries to draw the big picture and sensitize for local problems in differnt parts of the world.The poster is rather a rough summary of the virtual water issue, than a step-by-step instructions to lower your personal water footprint”, so Kerkeritz auf seiner Website.
Eine Studie in eine Infografik zu übersetzen ist ein guter Ansatz, um Zusammenhänge anschaulicher darzustellen. Aber: Wieviel Wasser wurde bei der Herstellung des Plakats selbst benötigt? Welche Möglichkeiten bei der Papierproduktion gibt es, möglichst wenig Wasser zu verbrauchen? Das gleiche gilt für das Druckverfahren. Das zu erfahren, wäre interessant. Ich werde mal nachfragen…
… Das habe ich nun getan: “In der rechten oberen Ecke des Posters findet sich zudem ein kleiner Hinweis auf den Wasserverbrauch des verwendeten Papiers”, so die Auskunft des Gestalters Timm Kerkeritz. Als Papier wurde ein chlorfrei gebleichtes verwendet, etwa 360 Liter Wasser schluckte die Produktion eines Plakatbogens (DinA0). Den Hinweis, Recyclingpapier verbrauche in der Aufbereitung und Wiederherstellung mehr Wasser als normales Papier, wage ich stark zu bezweifeln (siehe Initiative Pro-Recyclingpapier). Den Footprint eindeutig zu benennen, bleibt sehr schwierig, verrechnet man die Energiebilanzen sämtlicher Zulieferer mit. “Still a long way to go”, so resumiert Timm.
Plakat : “Virtual Water”, Din A0 (1189 x 841 mm), zweifarbig,
24 Euro plus Versandkosten hier bestellen
mehr zum Thema: waterfootfprint.org | 140 Liter für eine Tasse Kaffee (in: Süddeutsche Zeitung)
