Die Macht des Konsumenten 2.0
Unser Geld regiert die Welt. Mit jedem Einkauf entscheiden wir uns für oder gegen ein nachhaltig agierendes Unternehmen. Jeder ausgegebene Euro hat Konsequenzen. Sorgen Sie dafür, dass es die richtigen sind. Strategischer Konsum hat mit Verzicht nur noch wenig zu tun. Fast immer bedeutet die richtige Entscheidung auch mehr Spaß, Genuss, Geschmack und Gesundheit.
so stellt sich utopia.de seit heute der Netzgemeinde vor.

Eine tolle Idee, wie ich finde. Leider wirkt die Seite noch etwas überladen und der Communitybereich ist noch etwas klein. Aber im Grunde ist es doch das, worauf der mündige Konsument gewartet hat: Nach dem Wikipedia-Prinzip können hier Tipps und Tricks rund um eine “gerechtere und bessere Welt des Konsums” von Usern an User weitergegeben werden.
Ich hoffe, dass das Konzept nicht verwässert und die ersten Skandale, z.B.: das ein Produkt garnicht so Öko ist, als man glaubt, lange auf sich warten lassen. Ich meld’ mich gleich mal an!
Am 8. November 2007 um 00:09 Uhr
Utopia war ja nun bereits eine Weile angekündigt… Schön, dass es endlich da ist. Mal sehen, wie es sich entwickelt. Auffällig ist, dass das neue Lohas-Portal von Herrn Burda http://www.ivyworld.de doch eine gewisse Ähnlichkeit mit utopia besitzt. Die Musik klingt wie ein Soundtrack für ein laues Sommerwochenende… hm…Es werden sicherlich nicht die letzten Portale sein, die in diesem Kontext entstehen. Deshalb wird es immer wohl immer wichtiger, zu schauen WORUM es dabei eigentlich geht und was der Mehrwert für den Nutzer der Portale tatsächlich ist.
Am 8. November 2007 um 11:12 Uhr
[...] Raul von alles-was-gerecht-ist philosophiert über die Macht der Konsumenten. Aber im Grunde ist es doch das, worauf der mündige Konsument gewartet hat: Nach dem Wikipedia-Prinzip können hier Tipps und Tricks rund um eine “gerechtere und bessere Welt des Konsums” von Usern an User weitergegeben werden. [...]
Am 9. November 2007 um 10:55 Uhr
Ich weiß nicht, ob wir wirklich die LOHAS-Party mitfeiern sollen.
Allein die Formulierung: “Strategischer Konsum hat mit Verzicht nur noch wenig zu tun”, finde ich ein wenig zynisch.
Doch: Wir müssen auch lernen zu verzichten. Das es schöne produkte gibt, die nicht mehr nach Jutebeutel riechen ist schön und gut, aber wir sollten auch weiterhin grundsätzliche Konsumweisen kritisieren. Die Erde verkraftet auch keine drei Milliarden LOHAS – die darüberer hinaus zwar Öko-Ananas im Winter essen aber mit dem SUV zur Bio Company fahren.
Am 9. November 2007 um 11:16 Uhr
Krille, ich gebe dir recht. Oft fehlt mir auch in der LOHAS-Szene der kritische, gesellschaftlich-politische Blick. Wir können nicht über bewussten Konsum alleine die Welt verbessern.
Am 9. November 2007 um 12:35 Uhr
Letztlich werden die Lohas-lebenden selbst entscheiden, ob es ihnen lediglich um ein reines Gewissen beim konsumieren geht oder ob sie mit ihrer Lebensweise einen gewissermaßen politischen Anspruch verbinden.
Am 12. November 2007 um 14:21 Uhr
Ich frage mich, ob sich Menschen dann tatsächlich instrumentalisieren lassen. Also schon interesseant, dass sich eine Art Karma-Kapitalismus entwickelt. Aber ich glaube, dass alles im Prinzip Bottom-Up bleiben muß. Siehe doch die Biokette Basic, die vor kurzem von Lidl aufgekauft worden ist. Die Kunden fanden das überhaupt nicht lustig, als Bio-Rassisten oder sowas betitelt zu werden. Vielleicht ist die Macht des Konsumenten unberechenbar.
Am 12. November 2007 um 17:09 Uhr
Ich glaube, der Konsum ist ein guter Einstieg in das Thema Nachhaltig Leben. Damit wird ein Bewusstseinswandel einhergehen, der bei jedem Menschen individuell verläuft. Es ist schwierig zu beurteilen, ob die LOHAS Bewegung konsequent genug ist, aber es ist immerhin ein Anfang in eine bessere Welt.
Am 12. November 2007 um 22:06 Uhr
Nicht der Kosum, sondern Zivilisation per se ist unser Problem. Und so lange Wachstum und Profit der treibende Motor jeglichen Handelns ist, kann einfach nichts Gutes dabei herumkommen. Grenzenloses Wachstum ist nicht nachhaltig.
Empfehle jedem, der über den Tellerrand schauen möchte mal Derrick Jensen zuzusehen:
http://video.google.de/videoplay?docid=8649250863235826256
http://video.google.de/videoplay?docid=6557057252892383895
Have fun
Am 13. November 2007 um 10:04 Uhr
Die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens wird gemessen an der Intention, den wahren Absichten und nicht der vordergründigen plakativen Kommunikation. Es gibt berechtigte Zweifel, ob Werbeprofis in der Priorität ganz oben eine bessere Welt und nicht den Erfolg stehen haben, natürlich geht auch Beides. Nichts ist so sexy wie Erfolg, deshalb geben einige Leute dafür ihre Verantwortung in andere Hände oder einer “Sache”…
Am 24. November 2007 um 21:07 Uhr
heute gelesen, auf “Indeskretion Ehrensache”:
http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1596