Locavore – bewusst essen
Seit einiger Zeit taucht im Zusamenhang mit gesunder Ernährung immer häufiger ein spezieller Begriff auf: Locavore. Was hat es damit auf sich? Es handelt sich hierbei um einen Ernährungstrend, der – wie könnte es anders sein – seinen Ursprung in Amerika hat. Daher auch die Bezeichnung, die sich von “eat locally” ableitet. Übersetzen lässt sich dies wohl am ehesten mit “regional essen”, Anhänger der Locavore-bewegung könnte man demnach auch als Nah-Esser bezeichnen.
Ausgerechnet in New York, das man kaum mit ländlicher Idylle und gesunden Lebensmitteln frisch vom Bauern assoziiert, fanden sich einige Menschen zusammen, die einfach genug hatten von Fertigkost und Nahrungsmitteln unklarer Herkunft. Ein Thema, das Filme wie “Unser täglich Brot” und We feed the world” scharf beleuchten und das uns wohl alle betrifft. Wer die Bilder über industrielle Massenproduktion in Fabriken und Großfarmen gesehen hat, kann sich der Problematik nur noch schwer verschließen. Wann weiß man schon genau, auf welchen Wegen Discounter-Waren und Fertiggerichte in Schnellimbissketten zu uns gelangen und welchen Preis die Umwelt und letztlich auch wir dafür wirklich zahlen ?
Die Locavores haben es sich zur Philosophie gemacht, bewusster und kritischer mit ihren Lebensmitteln umzugehen und sich nur noch von Produkten zu ernähren, die innerhalb der umliegenden 100 Meilen gezüchtet, angebaut oder hergestellt wurden. Das entlastet einerseits das Transportnetz, andererseits unterstützt man regionale Lieferanten. In Deutschland ist eine solche Gruppierung noch nicht offiziell bekannt, aber für weiterführende Informationen lohnt sich ein Klick auf folgende amerikanische Links:
- http://www.homestead.com/samascott
- http://www.catocornerfarm.com
- http://www.bluemoonfish.com
- http://www.angelicakitchen.com
- http://www.paladarrestauerant.com
- http://www.bluehillnyc.com
Tags: bio, Ernährung, essen, locavore, we feed the world

Am 12. März 2008 um 09:29 Uhr
Tja…da sieht man mal, wie sich das Rad der Geschichte zurückdreht.
Am 12. März 2008 um 09:30 Uhr
Ich meine das im positiven Sinne. Städte waren früher sicher auch nachhaltiger und kehren vielleicht zu ihren kleineren Fußabdrücken zurück.
Am 12. März 2008 um 17:31 Uhr
Ich weiss nicht. Das Problem ist doch, das niemand in dieser Gesellschaft verzichten will…
Am 24. März 2008 um 20:49 Uhr
Naja…vielen wird einfach nicht klar sein, warum sie verzichten sollten. Bzw. was sie mit ihrem Konsum alles kaputt machen