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Würdevoll leben ohne Geld

Kaufen, kaufen, kaufen. Bis in die privatesten Lebensbereiche fällt es schwer, sich dem heute herrschenden Hyperkapitalismus zu entziehen.

Der Wert eines Menschen wird heute abgelesen an seiner Kaufkraft oder an seiner Attraktivität, die wiederum immer mehr künstlich an die Kaufkraft gekoppelt wird: Als schön gelten unnatürlich weiße Zähne und überteuerte Markenklamotten, wer ein Auto kauft, kauft ein Image und ein Lebensgefühl gibt es gleich gratis dazu.

Gerade die, die nicht viel haben, versuchen, ihre Lage mit dem Kauf von Statussymbolen zu kompensieren – und werden gezielt dazu verführt, ihre knappen Geldmittel für unnötige Waren auszugeben, Kredite sind leicht zu haben, über die hohen Zinsen kann man ja später nachdenken. Und es gibt Menschen, die darauf keine Lust mehr haben. Sie entsagen dem lächerlichen Credo “Ich habe, was ich bin” und erheben sich eigenmütig aus dem Status des Konsumschafs.


Ein Leben ohne Geld ist sicher nicht leichter oder bequemer, aber dafür ungleich freier. Manche Menschen schaffen es durch moderne Tauschnetzwerke, andere gehen tatsächlich in die Wälder und finden ihr Auskommen mit dem, was die Natur zu bieten hat. Es gibt Möglichkeiten, sich zu entziehen, und es gibt in fast jeder deutschen Stadt Ansprechpartner oder Bücher, die einem dabei beraten können.

Nichts von den Dingen, die wir besitzen, kann unsere Persönlichkeit widerspiegeln. Das Leben ist keine Joghurtwerbung – es ist in Wirklichkeit etwas noch viel Größeres und Wunderbares, der Kosumwahn versperrt uns nur den Blick darauf.

Kaufen, kaufen, kaufen. Bis in die privatesten Lebensbereiche fällt es schwer, sich dem heute herrschenden Hyperkapitalismus zu entziehen. Der Wert eines Menschen wird heute abgelesen an seiner Kaufkraft oder an seiner Attraktivität, die wiederum immer mehr künstlich an die Kaufkraft gekoppelt wird: Als schön gelten unnatürlich weiße Zähne und überteuerte Markenklamotten, wer ein Auto kauft, ...

Sonntag,30. März 2008 | von Raul Krauthausen | Beitrag kommentieren | Kommentare als RSS 2.0 Feed abonieren | Kategorien Bücher und Magazine, Soziales, Wirtschaft und Finanzen | direkten Link anzeigen

30 Kommentare zu “Würdevoll leben ohne Geld”

  1. Basti
    Am 30. März 2008 um 13:22 Uhr

    Guter Beitrag, aber ich würde zumindest was das “…ein Image und ein Lebensgefühl gibt es gleich gratis dazu.” noch etwas weiter gehen. Bei Autos mag es sich noch die Waage halten, aber zumindest bei Bekleidungsartikel kauft man sich ein Image und ein Lebensgefühl und kriegt gratis noch ein paar Schuhe (Jeans, T-Shirt… ) dazu. Adidas, BOSS und Co. sind längst keine Bekleidungsartikelhersteller mehr (das machen längst irgendwelche Subunternehmer in Fernost), sondern verdienen ihr Geld damit ein Image bzw. Lebensgefühl zu kreieren was übrigens auch deutlich teurer ist als der eigentliche Herstellungsprozess.

    Persönlich finde ich es geradezu beleidigend, andere Leute dafür bezahlen zu sollen mir ein Image zu verkaufen, aber will gar nicht behaupten ganz drum herum zu kommen. So oder so Respekt vor Leuten die das zumindest weitgehnd schaffen.

  2. Mathias
    Am 1. April 2008 um 19:01 Uhr

    … da geht der schöne neue Trend der LOHAS ja zugrunde, den die Werbewirtschaft gerade kreiiert hat. Es leben die LOVOS (Lifestyle of Voluntary Simplicity) – von mir definiert als “Fahrrad statt Hybrid” ;-)

    Gruß
    Mathias

  3. Readers Edition » Über den Gartenzaun …
    Am 5. Juli 2008 um 02:04 Uhr

    [...] Würdevoll leben ohne Geld: Holzlasse-Lifestyle. Sich reich fühlen, ohne dass man es ist. Man kriegt alles, wenn man nur höflich fragt. Warum Kleider eben doch Leute machen. Wie man die sich öffnende Schere zwischen arm und reich wieder schliesst. [mehr] [...]

  4. Leben ohne Geld - Von Sjörn Plitzko - Würdevoll, Geld, Seele, Gerecht, Kollegen, Alles, Beitrag, ethische - MyEco
    Am 15. Juli 2008 um 17:49 Uhr

    [...] Auf einen herrlichen Beitrag, bei den Kollegen von  Alles Was Gerecht Ist möchte ich kurz hinweisen, da er mir irgendwie aus der Seele spricht-> Würdevoll leben ohne Geld [...]

  5. Horst
    Am 16. Juli 2008 um 08:28 Uhr

    Alles schön und gut. Nur ist es eher ein Leben mit wenig Geld, nicht “ohne”. Außerdem wird das ganz schnell zum Problem, wenn man ein paar Kinder zu versorgen hat.

    Wobei ich das schon grundsätzlich gut finde. Ich nehme mir ja zur Zeit auch die Freiheit, ein Jahr nicht zu arbeiten und statt dessen die Kinder zu betreuen. Aber vom hohen Ross aus, dass man jederzeit wieder einen gutbezahlten Job finden würde, bzw. diesen ja sogar noch hat, ist das auch sehr leicht.

  6. Amy
    Am 3. August 2008 um 14:39 Uhr

    Ich möchte Horst beipflichten: Die bewusste Entscheidung für weniger Konsum oder auch weniger komsumorientiertes Leben ist eine noble und individuell zu treffende. Sobald man aber eine Familie zu versorgen hat, oder die Entscheidung über den eigenen Konsum von anderen aufgezwungen bekommt, sieht die Umsetzung schon nicht mehr so einfach aus. Auch dieser Lifestyle hat also seine bestimmte Zielgruppe.

  7. Fritz
    Am 4. September 2008 um 02:04 Uhr

    Ich bin dabei, mein 6. Kind auf den Weg in die Schule zu bringen. Es kann zu Fuss seine Grundschule erreichen
    Die größeren Kinder fahren mit dem Bus. Eine Monatskarte kostet 42 Euro (pro Kind).
    Welches Tauschgeschäft schlage ich den Verkehrsbetrieben vor? Ein paar Mohrrüben im Tausch, oder was?

  8. Fritz
    Am 4. September 2008 um 02:07 Uhr

    Oder heißen diese Früchte Moorrüben?
    Jedenfalls würden wir auch gerne ohne Geld leben.

  9. Nadia Heveling
    Am 21. Oktober 2008 um 15:13 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    die Leute, die sich bewusst für weniger Geld oder keines entscheiden und dies freiwillig leben können und wollen mag es Freiheit bedeuten. Aber die Menschen, die unfreiwillig Hartz IV Empfänger geworden sind und Familie haben die mit jedem Cent rechnen müssen werden depressiv und sind zum größten Teil ausgeschlossen von der Gesellschaft können kaum Arztbesuche tätigen, auch wenn sie es müssten. Verzichtung auf ein unfreiwilliges quallitatives Leben. Die können kaum an kulturellen Ausflüge teillnehmen haben nicht die gleich Chance wie ihre Schulkollegen was die Bildung angeht.

  10. NILS
    Am 28. November 2008 um 00:08 Uhr

    Ich würde so gerne ohne Geld leben. Aber wo lässt man mich und meine Familie das denn tun??????? Wo? In welchem Land bekomme ich was wir brauchen? Wo kann man meine Hilfe gebrauchen? Und wer kümmert sich um die Bildung meines Kindes?

  11. harald
    Am 24. Dezember 2008 um 17:13 Uhr

    ich finde den beitrag an sich gut. jedoch finde ich, dass das video der aussage des restlichen inhalts widerspricht. eigentlich geht es doch um das ideal, sich aus der konsumgesellschaft und dem damit verbundenen geldsystem zu befreien und dadurch ein freieres, logischeres und gerechteres handelssystem aufzubauen. in dem video geht es dagegen darum, wie man sich ohne geld trotzdem an der oberflächlichen konsumgesellschaft beteiligen kann indem man einfach den anschein erweckt etwas besseres zu sein.

  12. Sylvia
    Am 26. Dezember 2008 um 16:38 Uhr

    Leben ohne Geld sehr erstrebenswert, aber kaum mit heutigen Menschen durchführbar: 1. Das staatliche Finanzamt rechnet es Dir als geldwerter Vorteil zu; Was, wenn mein Talent ( Beruf, Gabe ) nicht der braucht, von dem ich sein Talent brauche?, Wenn geldlos, dann auch völlig Zeitlos – sprich Abschaffung der Uhren.
    Allen voran steht die jahrzehntelange Schulung unserer Kleinsten zur absoluten Ehrlichkeit so das das gegebene Wort stets Garantie genug ist, weil der Wortgeber sich tief im Inneren gebunden fühlt.
    Hartz IV-Empfänger sind nur darum depressiv und werden dadurch krank, weil sie es nicht gelernt haben selbstbewusst zu sein. Selbstbewusstheit ist nicht Arroganz- Selbstbewusstheit ist das Wissen um sich Selbst – auch ganz profan was ich gern esse und was es für Folgen hat; wie ich auf andere wirke und warum ich so wirke: kurz: Selbsterkenntnis durch tiefste Ursachenforschung und Beschäftigung mit sich selbst führt zum Selbstbewusstsein. Logische Folge: Dankbarkeit, Kraft sich den Massenströmen ( Geld, Markenklamotten, Autos, Pauschaltourismus etc. ) zu entziehen und dafür zu sorgen das aus der eigenen Änderung Andere positives für sich mitnehmen. Profit, Gewinn, Kalkül etc. verschwinden so aus dem Sprachgebrauch und dem Hirn, geht es mir gut, geht es meinem Nächsten gut.

  13. Andi
    Am 20. Februar 2009 um 15:46 Uhr

    Prinzipiell ist das eine sehr gute Idee. Was mir als Single-Hartz4er auffällt: Ich komme aus recht guten finanziellen Verhältnissen und habe lange Zeit mit wenig gelebt. Jetzt ist das wenige zu wenig ( oder anders ich lebe in Verhältnissen die mir nicht mehr zugestanden werden)… Ein gut Teil meiner Wünsche beschränkt sich auf Erhalt der Wohnqualität… nur die Versorgungsunternehmen werden keine Rücksicht auf meine Vorstellungen nehmen…oder? Ja Zeit ist Lebensqualität. Könnte sie nicht vielleicht auch Anreiz sein sich “hängen” zu lassen? Motivation zum Selbstvertrauen will praktiziert werden.
    Eine Welt ohne Geld ist schön und jeder einzelne ist dabei freiwillig verantwortlich… allein hier dürfte klar sein das eine “herrschende” Vorstellung solche Gedanken immer als Utopie abtun will.
    Der Prototyp einer derartigen Lebensform im größeren Stil dürfte vermutlich nur über ein Millionen-Euro-Spendenprojekt gestartet werden können, schon fängt das im Kreis drehen wieder an. Das Engagement vieler Einzelner innerhalb eines funktionsfähigen Konzeptes dürfte wohl ganz am Anfang von der Konsensfähigkeit dieser vielen Einzelnen untereinander abhängig sein. Wenn ich an die 68-er denke: Was ist von den Reformen tatsächlich übriggeblieben? Was hat sich daraus weiter entwickelt?
    Ein letzter Blick: Wenn ich voraussetze, es gäbe den willigen Leben-ohne-Geld-Bürger in größerer Anzahl, wie sie sollte ich mir vorstellen, das die etablierte Wirtschaft und Politik dieses ( vielleicht sogar im kleinen Rahmen bereits funktionierende) Konzept für gut heisst und auch noch daran mitarbeitet, das die Voraussetzungen dafür verbessert werden können?

  14. Ebix
    Am 28. Februar 2009 um 06:14 Uhr

    Ich denke schon lange über Die Möglichkeiten nach das Geld abzuschaffen. Man sieht ja derzeit wieder sehr gut wohin das führt. Die Geldwirtschaft ist nur zu erhalten solange der Sogenannte kleine Mann bereit ist für diese Geldwirtschaft zu bezahlen. Und zwar einen erheblichen Teil seiner Einkünfte den er nur abführt damit diescher Scheiß erhalten bleibt. Die Idee zu diesen Gedanken rührt zurrück auf den Buchführungsunterricht in meiner Realschulzeit wo der Lehrer (der verehrte Herr Brandl) die These aufstellte wenn jeder einfach weiterarbeitet dann könnte man das Geld weglassen. Ich mach mir des öfteren den Spaß und stelle in diversen Runden diese These einfach mal in den Raum. Schon allein um die dümmsten rauszufiltern die sofort mit der Holzhammerthese kommen das geht ja nicht weil die Menschen halt mal so sind wie sie sind. Diese zur Gänze unkreativen Typen kann man wärend der weiteren Diskussion dann einfach ignorieren. Bei den ganzen Diskussionen die ich so schon geführt hab bin ich nur auf ein wirkliches Problem gestoßen und das ist der Landbesitz, oder wie man Land verteilt. Ansonsten braucht man sich der Idee nur einmal von der Poitiven Seite her zuwenden und schon funktionierts recht gut.

  15. Stitch
    Am 5. März 2009 um 12:11 Uhr

    Naja… Ich denke Geld ist nicht das Problem.
    Es gibt leider immer Idioten, die nicht selber denken, die nur glauben was irgend eine Macht ihnen vorlebt. Wir sind halt Rudel Tiere. Aber die Gabe sich einem gerrechten Alphatier anzuschließen scheint durch jahre lange Angst vor den Herrschenden verkümmert zuseien… Und die Damen und Herren Herscher von heute haben sich so ein geniales Angst und Abhängigkeit machendes Gesellschftssystem gebastellt.. Was aber auch soviele gute Seiten zuläst. Das es keinem leicht fällt zuleben. Ob reich oder arm. Solange sie nicht erkennen das mann nix braucht, um glücklich zusein, außer einen vollen Magen und positive gedanken. Aber seit Tausenden von Jahren wird alles anders, doch nix ändert sich.. Und die Meschen wissen was richtig oder falsch ist. Aber es zuleben fällt den meisten schwer.. Manno auch den doowies wünsche ich ein leben… aber nicht eines in dem sie nur als arbeitskraft zum leben gezwungen werden.. Mann muss sie auch zwingen spass zuhaben und lieb zusein…. Also alle die leben wollen, bitte nicht gegen das system sonder probieren mit Natur und System im einklang zuleben.. und Halt den Idioten zeigen wie mann glücklich ist und die Herrscher(geld,religion,medizin/drogen) verlieren ihre Macht….
    soo und immer dran denken… POSITIVE SCHEIßE DENKEN!!!

  16. Der Regenbogen
    Am 25. März 2009 um 07:14 Uhr

    In der Freiburger Kulturzeitung “Kultur Joker”, fand ich den Bericht “Arm und Reich ist gar nicht gleich”, in welchem zwischen “absoluter” und “relativer” Armut unterschieden wird.
    Die Redakteurin Heidi Korf schrieb beispielsweise: “Deutsche Armut bedeutet nicht Hunger, sondern schlechtere Lebensmöglichkeiten bis hin zum Ausschluss.”

    Nunja, anscheinend ist die Redakteurin Frau Heidi Korf nicht selbst Betroffene, sonst wüsste sie, dass mittlerweile hier in Deutschland auch der Hunger angekommen ist. Trotzdem ein lesenswerter Bericht – es wird zwischen Armut in Peru und Armut in Deutschland verglichen.

    Hier kann man den Artikel lesen:
    http://www.kulturjoker.de/index.php/235/soziale-armut

  17. Achim
    Am 14. Juli 2009 um 20:27 Uhr

    Es ist doch viel besser wenn ich für jemanden was mache und er dafür für mich z.B. ich baue ein haus. Ein freund von mir ist elektriker, ein anderer maler und ein noch anderer mauerer. Und ich zum Beispiel Gerüstbauer. Sie helfen mir und ich ihnen. Ohne das irgendwer geld verlangt. An Nahrungsmittel kommt man auf die selbe weise dran. Du hilfst einen bauern und er gibt dir dafür Nahrungsmittel du gibst sie wieder weiter an irgendwem der das verarbeiten kann und du hilfst ihn dafür. So wäre die Hirachie großteils abgeschafft.

    Als was spricht da bitte dagegen?

  18. armesockewitten
    Am 27. Juli 2009 um 04:14 Uhr

    Hallo Leute es ist sehr interessant was ihr hier so alles verfasst,und damit meine positive Denkweise noch erweitert !!!
    Was sind die wichtigsten Dinge die ein Mensch braucht?
    Meiner Meinung nach ist es erstmal nicht allzuviel ….
    Etwas gegen den Durst … Kraneberger (Leitungswasser)
    Eine warme Mahlzeit Hünerbrühe …z.B.
    ein festes Schuhwerk und natürlich div. Kleidung hat jeder und wenn nicht Deutsche Rote Kreutz bekommt man Altkleidung …
    na und dann noch ein Dach übern Kopf falls es wie aus eimern schüttet
    aber eine gute alternative ist auch ein kleines zelt isomatte schlafsack fertig !!!
    ansonsten kann man in allen ländern von der Hand in den Mund leben …
    Geh mal in einen grossen Supermarkt da kommst du an Probebekösstigungen garnicht vorbei wurst käse joghurts obst kuchen an der Brötchentheke … und und und …ich werde da immer satt und brauche für meine verhältnisse nichts mehr kaufen …und wenn du dann noch hunger haben solltest dann geh in die natur und sie gibt dir so viele Sachen ….
    Ich habe alles was ich brauche und bin in der Zeit wo ich krankgeschrieben bin am überlegen warum soll ich überhaupt noch arbeiten Luxus brauche ich nicht und wenn ich habe Freunde die mir alles leihen können was ich brauchen oder gebrauchen könnte !!!
    lg Micha…

  19. Phong Luu aus Regensburg
    Am 29. August 2009 um 22:30 Uhr

    genau alles was gerecht.würdevoll leben ohne geld!!!oder mein motto einfach und elegant!!!

  20. echt jetzt
    Am 26. Dezember 2009 um 17:35 Uhr

    so gut das gemeint sein mag: es ist moralistischer schmu. und das bisschen, was da an kritik drin steckt kommt nichtmal in die naehe des problems, das es zu fassen gilt. lest lieber mal marx.

  21. Karl Dittrich
    Am 17. Januar 2010 um 22:23 Uhr

    Ich denke irgendwann wird ein Leben ohne Geld unausweichlich sein. Die Geldfälschung wird Bargeld und die Internetkriminalität die Banken unmöglich machen.

    Außerdem erkennen immer mehr Menschen das Geld ein Sklavenmittel ist. Gerade im 60. Jahr der Menschenrechte will ich daher behaupten, das Geld in der heutigen Form eben eine Menschenrechtsverletzung ist.

    Ich lebe ebenfalls nahezu Konsumfrei und auch ich fühle mich freier als je zuvor. Über den Verein Kreativfabrik versuche ich Tafeln, € 0.- Märkte usw. einzurichten. Grundeinkommen ohne Geld ist bei uns ein wichtiges Thema. Es geht um die Nutzung von leerstehenden Ressourcen und um geneisames soziales handeln und leben. Wir wollen dabei auch bezirksweise Vernetzung erreichen.

    Ein umdenken in unserer Gesellschaft kann ich auf jeden Fall erkennen, da man früher als Aussteiger geächtet wurde und heute geachtet wird.
    Die Waffen-, Prostutution- und Drogengeschäfte sind die Wirtschaftszweige die über das meiste Geld verfügen. Ich finde dass sagt alles.

    Wenn wir Menschen uns besinnen und bescheidener geben ist ein Leben ohne Geld eine Befreiung für alle. Wenn wir soziale Gemeinschaft pflegen ist das auch für Familien kein Problem. Darum wünsch ich der Menschheit die Befreiung von Geld.

  22. Mr. Spott
    Am 19. Januar 2010 um 10:40 Uhr

    Ich könnte recht gut ohne Geld leben, wenn nicht andere von mir immer was haben wollten!

  23. Jano
    Am 28. Mai 2010 um 21:00 Uhr

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass ueber ein “Leben ohne Geld” diskutiert wird wie ueber eine EVENTUELLE Alternative.
    Wenn man sich gerade heute umsieht, was muss noch geschehen, damit wir aufwachen? Unser globales Geldsystem kann nicht mehr ewig funktionieren, es ist ein Kartenhaus, ueberall werden Loecher gestopft mit Geldern, die es GAR NICHT GIBT. Wir Menschen sind so veranlagt, dass wir bis zum bitteren Ende die drei Affen spielen: nicht sehen, nicht hoeren, nicht reden. Bis zum Knall und der wird gewaltig sein.
    Jeder sollte sich mal die Frage stellen:
    Wenn morgen das Geldsystem zusammenbraeche, wie lebe ich weiter? Und ich meine, versucht Euch das mal WIRKLICH vorzustellen, real vorzustellen. Wir sind so an unser “Sicherheitssystem” gewoehnt, dass wir KEINERLEI Vorstellungskraft darueber besitzen und so glauben wir lieber den Politikern, die uns Sicherheit vorgaukeln nach dem Motto: Es wird schon nicht so schlimm kommen, es geht immer weiter, das wird es auch, aber viell. anders, als wir uns das vorstellen.
    Meine Familie und ich leben seit 15 Jahren in Suedamerika, ohne Versicherungen etc., aber natuerlich auch mit erarbeitetem Geld, doch waere ein Ueberleben ohne Geld wahrscheinlich moeglich, denn unsere Ansprueche sind nur gering. (Ein Ueberleben waere natuerlich auch von den Reaktionen des Umfelds abhaengig.) Doch schon uns faellt es schwer, sich eine Welt ohne Geld vorzustellen, ich faende es entsetzlich, in der Stadt zu leben unter Millionen Menschen und ploetzlich gibt es kein Geld mehr!!!!!!!!!!!!!!
    Aber wenn man sich umguckt…. wohin fuehrt wohl der jetzige Weg? Was sind die Tatsachen? Was sind die Konsequenzen? Wer denkt darueber nach? Nicht viele.

  24. Bettina
    Am 6. Juni 2010 um 12:41 Uhr

    Werte werden heute vielfach in Geldeinheiten gemessen. Und wenige haben besonders viele Einheiten. Die sorgen dafür, dass das so bleibt. Das jeder irgendwie in diesem System eingebunden ist und meint, da kann man nicht raus. Schließlich will man ja auch mal zu denen gehören, die viele Einheiten haben.
    Geld macht nicht glücklich, kein Geld auch nicht. Die Erkenntnis, was im Leben wichtig ist, macht glücklich. Das kann man sich nicht kaufen, allerdings kann man sich mit Geld Ersatzbefriedigung verschaffen. Und das ist das Prinzip, auf der unser Wertesystem aufgebaut ist.
    Wenn wir Werte mit Zeit messen, sieht die Rechnung auf einmal ganz anders aus.
    “Ich habe keine Zeit”, ein Satz, der in der Gegenwart häufig benutzt wird. Glücklich ist, der sich jederzeit die Zeit dafür nehmen kann, was glücklich macht.
    Zeit nehmen, auch so ein Wortspiel. Zeit haben, Zeit schenken.
    Ich kaufe mir Zeit, indem ich mein Gemüse nicht selbst anbaue, sondern es im Supermarkt kaufe. Glücklich bin ich damit nicht.
    Wenn ich das Geld als reines Tauschmittel ansehe, stelle ich fest, dass ich meine Zeit anders einteilen werde, als ich dies heute tue.
    Ob einer arm ist, wird daran gemessen, dass er am gesellschaftlichen Leben nicht teilhaben kann. Da frage ich mich, ob ich diese Vorgabe überhaupt erstrebenswert finde.
    Geld durch Zeit ersetzen, Konsum auf das Nötige beschränken, seine Talente und Fähigkeiten erkennen und nutzen, sich keinem gesellschaftlichen Zwang zu unterwerfen, seine Nahrungsmittel wieder selbst erzeugen, Bildung mit anderen Menschen teilen, dem Finanzsystem die rote Karte zeigen, indem man Zinsen nicht mehr akzeptiert.
    Das Wichtigste zum Schluss: Glauben, dass die Menschheit die Chance erkennt, die in den nächsten 10-20 Jahren liegt, die Chance, das Ruder wieder anzunehmen und sich nicht vom Zinseszins diktieren lassen, was erstrebenswert ist.

  25. Jana Uhlmann
    Am 10. Juni 2010 um 20:43 Uhr

    ja, Bettina hat vollkommen Recht, doch Zeit ist heute auch eine Werteinheit geworden. Der bloedeste Spruch ist “Zeit ist Geld”. Begriffe wie Zeit sparen, Zeit vertun, Zeit finden, Zeit nehmen, Zeit verlieren zeigen, dass wir auch der Zeit einen Wert bemessen. Zeit wird als einen Mengenwert behandelt, genau wie Geld. Wo legen wir gesparte Zeit eigentlich hin? Was tut man mit gesparter Zeit? Zeit gibt es nicht, das ist ein Trugschluss. Es ist immer JETZT. Jetzt-Zeit koennte man sagen, etwas anderes gibt es nicht. Auch Vergangenheit und Zukunft existieren nur im Kopf, sie waren oder sind noch nicht da, was ist, ist immer das Jetzt. Schnell viel arbeiten um spaeter mehr Zeit fuer die Rente zu haben, ist einer der groessten Trugschluesse unserer “Zeit”. Nein, Geld macht nicht gluecklich (und wie wahr, kein Geld auch nicht), Zeit sparen auch nicht, denn das ist nicht moeglich. Die Frage ist doch letztlich, was braucht der Mensch wirklich? Wir sind in einer End-”Zeit” gelandet. Es geht nicht mehr um Leben oder Ueberleben, es geht um Mehr-Leben. Mehr Fun, mehr Geld, mehr Urlaub, mehr Sex, mehr, mehr, mehr…… Gesellschaften, die dort angekommen sind, sind dem Untergang geweiht, denn es gibt keine Steigerung mehr von Mehr…. Also willkommen 2012, das scheint ziemlich logisch.

  26. gunnar73
    Am 16. Juni 2010 um 17:43 Uhr

    Geld macht zwar nicht glücklich – aber es beruhigt (hab ich mal gehört).. Wichtig ist aber auch, dass man einfach mal zufrieden ist mit dem was man hat. Diese ständige Suche nach “mehr” macht einen nicht gerade ruhiger..

  27. basti
    Am 24. August 2010 um 11:02 Uhr

    Labbert hier mal ruhig weiter anstatt auf die Straße zu gehn ! Scheuklappen aus und raus aus dem haus ! Was bringt das wenn ihr euch hier verschanzt ? NIX..denkt ihr ein Politiker intressiert das was ihr hier schreibt? NEIN !!

    Wie war es früher? bauer schufftet..König kassiert..Bauer regt sich auf..König lacht ihn aus und dann? Dann kommt der bauer aber nicht allein er kommt mit allen anderen und sprengt die mauer !!

    ICH will NIEMANDEN hier anstiften Volksverhetzung oder sonstiges das ist nur MEINE PERSÖNLICHE meinung aber sogar die kostet uns heutzutage ja schon geld.

    ne ne was muss passieren damit ein bauer wie früher wieder kommt?
    Politiker kümmern sich nichtum uns sondern um ihr eigenen profit !

    Die haben alle noch nie gearbeitet ausser evtl. die mine eines Kugelschreibers runtergedrückt und einen imenze schweren aktenordner der geschäzterweise 0,2 kg hat von a nach b getragen wobei von a nach b eine strecke von 4 schritten liegt !! Hört sich alles lustig an was ich hier so labber und manch einer denkt jezt oohh gott was der für ein schrott von sich gibt – es is mir egal ! ich weiß das ich im grunde recht habe und das irgendwo bei jedem normalen mensch im Kopf genau diese zeilen rumfliegen abgesehn von Politikern die sehn ja nur scheiße !

    Was passiert wenn ein Hund hunger hat aber nix bekommt? Er beißt und nimmt sich was im zusteht was die natur für ihn berreit hält !

    Leute ich will hier jezt echt kein streß machen oder euch auffordern gegen das land die hand zu heben ! hehe nicht das die ordnungshüter bei mir klingel weil hier irgendeiner meint er müsse seine pflicht tun und meine zeilen so verdrehn das es tatsächlich wie Volksverhetzung rüberkommt aber sogar das wäre mir egal weil es ist meine PFLicht das zu äusern weil ich KEINE scheuklappen trage und jeder sollte mal für einen moment drann denken was passieren kann wenn der Staat einem menschen alles nimmt was IHM normalerweise von der natur geschenkt worden is..ich halt jezt besser mein mund und tipp hier nix weiter hehe besser is das..haut rein REST IN PEACE !! Gruß basti

  28. Saschmi
    Am 22. Oktober 2010 um 18:28 Uhr

    Sich durchschnorren – so ganz ohne Gegenleistung… das kann ja auch nicht die Lösung sein. Mein Gewissen würde das jedenfalls nicht mitmachen!

  29. Benny
    Am 7. Juni 2011 um 13:50 Uhr

    Sind ja alles sehr schöne Leitsätze. Aber das hier ist eine klassische Stammtisch Diskussion! Ohne Geld leben ist Lächerlich wer einen Garten hat der kann sich sein Essen Anpflanzen das mag stimmen aber woher der Garten ohne Geld? Du weichst in öffentliche Wälder aus? auch gut bis der Förster meint du verstößt gegen irgend ein Gesetz. Anzeige aber ohne Unterkunft? schon steckst du in der Misere dass du einen Festen wohnsitz brauchst bzw gezwungen wirst in einem zu wohnen. Der kostet natürlich geld! Das Arbeitsamt zahlt? und woher bekommen die ihre Gelder? vom kleinen Arbeiter natürlich! Nächster Schritt: Tauschmittel; Ich bezweifle dass mein Zahnarzt bei akuter Zahnschmerzen mit einem Sack selbstangebauter Kartoffeln zufrieden ist. Auch dem Augenarzt wirds eher nicht gefallen. Denn man sollte sich vielleicht überlegen dass wir aufgrund des guten Gesundheitssystems nicht schon mit 30 verrecken wie wir es früher taten! Auch die Pest muss ich nicht wirklich mal live erleben.
    Ich habe eben gelesen dass man sich in Supermärkten beim Probierstand durchschnorren kann. Danke an diesen Menschen, ich habe sehr gelacht! Ihr wollt euch des Geldes entledigen weil ihr die großen Mächte (Waffen, Drogen, Prostitution) entmachten wollt. Wie wir alle wissen betrügen diese und sind auch sonst nicht so wie man sich eine nette Wirtschaftsmacht von nebenan vorstellt. Allerdings wollt ihr dann das gleiche in grün machen? Stehlen, betrügen und schädigen. Ich bin erstaunt wie niedrig der IQ eines menschen sein kann wenn er einen PC bedienen kann. Also fassen wir zusammen: Was uns erwartet ist ein Leben ohne Geld mit altertümlichen Tauschmittel (weil das ja so gut geklappt hat, hat man ja auch das Geld eingeführt -.- ) mit Plünderei, Wegelagerei und wieder getreu dem Motto der Stärkere gewinnt. Der Kern des Problems ist nicht dass Geld schlecht ist, sondern dass es ungleichmäßig verteilt ist. Da muss man ansetzen. Dem User der den Teil mit den Politikern gebracht hat muss ich in dieser hinsicht beipflichten. Politiker raus aus den Firmenvorständen! Seit wann gibt es Schiedsrichter und Spieler in einer Person? Die die mehr Geld verdienen sollen sich gefälligst genauso beteiligen wie alle anderen. Beitragsbemessungsgrenze ist hier das Stichwort. Abschaffen! Beamte, superreiche, vorstände und Politiker zahlen nicht ins Rentensystem ein. Warum nicht? die bekommen die meiste Kohle während der Rente. von Geldern die sie nie bezahlt haben. Es sollen alle für alle Zahlen und nicht 30% für 70% da liegt der Knackpunkt! Es ist verdammt viel geld da immerhin Druckt die regierung ja auch wie bescheuert. Aber wenn sich wieder ein gelangweilter Milliardär fragt wohin er seine Kohle denn noch schaffen soll dann empfehle ich, ein paar Menschen eine Freude machen. Denn das Problem besteht nicht darin dass geld alles schlecht macht sondern darin dass ein paar nicht den Hals voll bekommen und das wird sich auch nicht ändern wenn es kein Geld mehr geben würde.
    Ich träume auch ab und zu dass ich Fliegen kann aber ich überrede niemanden dass er es versuchen soll während er sich vom Hochhaus stürzt!

  30. DG010 Sozialhelden | Die Gesellschafter
    Am 13. August 2011 um 15:17 Uhr

    [...] Suche nach dem SuperZivi * Pfandtastisch Helfen * Berliner Tafel * Alles, was gerecht ist * Alles, was gerecht ist: »Würdevoll leben ohne Geld« * re:publica 09 * Alles, was gerecht ist: »Behinderte BBC Moderatorin sorgt für Kontroverse« [...]

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