Soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und deren Nachhaltigkeit. Interessante Ideen & Projekte Ein Projekt der SOZIALHELDENAlles, was gerecht ist.
Soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und deren Nachhaltigkeit. Interessante Ideen & Projekte

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Drei Tage Lohasen im Rückblick

zuerich.jpgZurück aus Zürich und Frankfurt habe ich nun die Eindrücke der vergangenen Tage ein bisschen sacken lassen können. Die Züricher Konferenz war ok, der See sehr schön (siehe Foto), meine Erwartungen nicht sehr hoch. Wieso die Veranstalter dachten, ich sei von der FU-Berlin, weiß ich auch nicht. Und nu steht’s so im Internetz, hm… Mit meiner Anreise mit dem Zug aus Berlin (in gut 8,5 Stunden) – worüber die Veranstalter zunächst sehr erstaunt waren, als habe ich das Fahrrad als Reisevehikel gewählt – habe ich hoffentlich zu einer klimafreundlichen Konferenz beitragen können und meinen eigenen carbon footprint auch nicht in die Höhe getrieben. Außerdem ist es mal ganz schön, so viel Zeit zu haben und die Landschaft an mir vorbeirauschen lassen zu könnnen. Aus den Vorträgen konnte ich das ein oder andere mitnehmen. Habe mich auf eine kleine Stippvisite in der Schweiz gefreut und hoffe, den Anwesenden ein paar Anregungen bezüglich nachhaltigem Design mit auf den Weg habe geben können.

karma_1.jpg
Umso angenehmer und auch in gewisser Weise authentischer war dagegen die KarmaKonsum-Konferenz am Freitag bzw. das dazugehörige greencamp am Samstag. Am ersten Tag überwogen die Business-Vorträge (hier ein kleiner Eindruck von mir oder von Frans Prins), die überraschend von Johannes Heimrath vom Club of Budapest aufgelockert wurden. Mit seinem eher partizipativen als monologischen Ansatz versetzte er die Anwesenden in die Situation, wie es ist, wenn man zu den Menschen auf diesem Planeten gehört, die herzlich wenig Geld zu Verfügung haben. Er verwies auf die Kunst des Schenkens (es ist sei doch viel befriedigender zu geben, als zu bekommen), schlug vor, den eher sperrigen Begriff “Nachhaltigkeit” doch besser durch so etwas wie “lebensfördernd” zu ersetzen. Er forderte die Erweiterung des Definition Nachhaltigkeit durch den Punkt “Spiritualität”. Nach den vielen Zahlen und Studien der Vorredner war das für einen Moment auch sehr nachvollziehbar. Ein bisschen mehr Geist und Gefühl, warum nicht? Er verwies sehr stark auf die Problematik des Klimawandels, das Ende der fossilen Energieträger, die ein Umdenken in unserem Handeln absolut notwendig machen. Der Saal war seltsam still, während er all dies sagte und anscheinend das Publikum doch bewegte.

Im Anschluss folgte Christoph Dahm von GoodTrueBeautiful mit einem Vortrag über “Mode und Design”. Ja, es darf auch einfach nur mal schön und stylisch sein. Wenn es sich dabei um ökologisch- und sozialverträgliche Produkte handelt, umso besser. Letzter Programmpunkt war “utopia“, ein durch und durch klarer, präziser Vortrag, leider ohne Angaben zur Quelle, wie bei der Vewendung von Bildern wie “I shop therefore I am” von Barbara Kruger. Dennoch, bei utopia weiß ich immer noch nicht so richtig, was ich da machen soll… Im Sommer gehe ich lieber raus, als mich ewig auf einer Website zu tummeln…

Souverän und angenehm moderiert wurde der Tag von Peter Unfried von der taz. Insgesamt war es ein Tag mit viel, viel Input bei schwülem Wetter. Es gab leckere Bio-Kost und noch nie habe ich so viele Bionade hintereinander getrunken, wie am Freitag.

Am Samstag ging es entspannter weiter. Der Workshoptag. Neben unerwartet sehr ehrlichen Worten vom Ivy-Magzin-Chefredaktuer und einem schönen Workshop zum Thema “Öko-Testimonials” hatte ich die Aufgabe, am Ende des Tages mit ein paar Teilnehmerinnen und Teilnehmern über Visuelle Strategien in der Nachhaltigkeitskommunikation zu diskutieren. Ich hoffe, es hat allen Spaß gemacht und den eigenen Horizont ein bisschen erweitern können.

Viele spannende Leute habe ich an diesen Tagen treffen dürfen. Einige bekannte Gesichter u. a. aus Berlin waren auch darunter. Ja, da passiert etwas. Dass an zwei Tagen zweimal ca. 180 Menschen zusammenkommen, die sich (hoffentlich) alle Gedanken über die Zukunft machen und daran mitwirken wollen, einiges auf diesem Planeten besser zu machen, zeigt das ganz gut. An dieser Stelle noch einmal ein dickes Dankeschön an die Organisatoren! Nach Berlin ging es dann schön Sprit-effizient in einer Fahrgemeinschaft mit den farido’s…


download Slideshow zum Workshop “Visual World – Strategien für nachhaltiges Design”
youtube-Filme: Der Wind | Save yout elephant

Montag,2. Juni 2008 | von Andrea Nienhaus | Beitrag kommentieren | Kommentare als RSS 2.0 Feed abonieren | Kategorien Design und Kunst, Digital Lifestyle, Reisen, Soziales, Umwelt, Wirtschaft und Finanzen, hingehen!, in eigener Sache | direkten Link anzeigen

Ein Kommentar zu “Drei Tage Lohasen im Rückblick”

  1. Teilnehmerstimmen von KarmaKonsum 2008 - KarmaKonsum
    Am 3. Juni 2008 um 11:24 Uhr

    [...] alles-was-gerecht-ist.de: Umso angenehmer und auch in gewisser Weise authentischer war dagegen die KarmaKonsum-Konferenz am Freitag bzw. das dazugehörige greencamp am Samstag. mehr … [...]

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