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Meine Behinderung. Mein Geheimnis.

Heute Abend, sah ich auf dem Weg zur Videothek folgendes Plakat:

Für mich hat das Plakat einen bitteren Beigeschmack. Heißt das nun, dass man sich jetzt für seine (Hör-)Behinderung schämen muss? Oder sollte man sie gar verstecken?
Sicher lag es den Werbern fern, solche Assotiationen zu wecken. Aber leider kommt es bei mir so an. Was machen denn die, die ihre Hilfsmittel nicht verstecken können? Ich dachte ja immer, unsere Gesellschaft wäre in dieser Hinsicht etwas weiter.

Heute Abend, sah ich auf dem Weg zur Videothek folgendes Plakat: Für mich hat das Plakat einen bitteren Beigeschmack. Heißt das nun, dass man sich jetzt für seine (Hör-)Behinderung schämen muss? Oder sollte man sie gar verstecken? Sicher lag es den Werbern fern, solche Assotiationen zu wecken. Aber leider kommt es bei mir so an. Was ...

Tags: behindert, Behinderung, hörbehindert, hörgeräte, rollstuhl, scham, schämen

Sonntag,21. September 2008 | von Raul Krauthausen | Beitrag kommentieren | Kommentare als RSS 2.0 Feed abonieren | Kategorien Gesundheit und Ernährung, in eigener Sache, Kampagnen, lustig, Soziales, SOZIALHELDEN e.V. | direkten Link anzeigen

3 Kommentare zu “Meine Behinderung. Mein Geheimnis.”

  1. Amy
    Am 21. September 2008 um 19:11 Uhr

    Selbe Reaktion der Verwunderung bei mir.

    Ich spekuliere mal, die Werbung ist an Menschen gerichtet, die ihre Behinderung im Laufe der Zeit „erworben“ haben und sich als gesunde Menschen verstehen und präsentieren wollen. Das „versteckte Helferlein“ soll andeuten, dass man die eigene körperliche Mangelhaftigkeit nicht in jedem Fall offen zur Schau tragen muss, sondern die Wahl hat (sic!), die als Manko verstandene Behinderung unauffällig auszugleichen. (Hier ist vielleicht das erwähnte Schammoment einzusetzen?!)

    Insbesondere nach dem Behinderte jetzt durch die Paralympics vermehrt ins Licht der Öffentlichkeit gerückt sind, scheint mir dieses Plakat erstens unangebracht aber zweitens auch ein ernst zu nehmender Ausdruck tatsächlich vorhandener … Ressentiments: Political correctness in der Öffentlichkeit, barrierefreie Innenstädte und Homepages, die eigene Rücksichtnahme auf Rollstuhlfahrer als Studierende im Hörsaal etc. ist das eine. Der persönlich verspürte Drang die eigene Behinderung nicht nur soweit es geht auszugleichen, sondern auch zu verstecken ist eine andere Sache – und ein ganz weiter Diskurs.

  2. Jan
    Am 22. September 2008 um 11:09 Uhr

    Sehr gute Antwort von dir auf die Anzeige. Wenn du die Datei, mit der du dein Bild gemacht hast, als Vorlage zum runterladen bereitstellen würdest, dann könnte man spontan dazu aufrufen eine kleine Web-Galerie zu erstellen. Jeder User könnte sein eigenes Bild drauf setzen und sein eigenes kleines “Gesundheitsgeheimnis” veröffentlichen. Wäre auf jeden Fall einne interessante Aktion. Denn hat nicht jeder von uns ein kleines Geheimnis…

  3. Frank Hummert
    Am 22. September 2008 um 12:36 Uhr

    Super Artikel. Tolle Antwort. Finde Deine Reaktion mutig und selbstbewusst.

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