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Über das Reisen in den Bergen


Das tat gut. Mal wieder raus aus der Stadt, rein in die pure Natur. Vom 12. bis 19. September fuhr ich mit einer Freundin nach Norditalien in die Dolomiten, um dort von Hütte zu Hütte auf dem Höhenwanderweg Alta Via 1 die Berge zu erkunden. Oh man, war das schön, so hoch über den Bergen zu sein. Jeden Tag ein Ziel, dass wir erreichen mussten. Und jeden Tag ein atemberaubender Blick über die karge Alpenlandschaft.

Anreise ohne Auto mit der Bahn, von Berlin mit dem Nachtzug (das ist eine sehr empfehlenswerte Art zu reisen). Über München und Fortezza bis nach Toblach, ab dort der erste Streckenabschnitt zur Dürrenstein-, dann weiter zur Sennes-Hütte. Das komplette Reisegepäck für eine Woche auf den Schultern, Notizbuch in der Tasche und Augen auf (sofern man etwas sehen konnte, denn in den ersten Tagen war der Himmel so sehr wolkenverhangen). “The World beyond our borders” schreibe ich am ersten Tag ins kleine Reisetagebuch. Das ist der Titel eines Buchs, das ein Reisender im Zug neben mit liest. Dieser Satz gefällt mir.

Die wohl beeindruckensten Ausblicke hatten wir schließlich, als das Wetter glücklicherweise umschwenkte, von den Hütten Lagazuoi (2.700m) und Nuvolau (2.500m), die angenehmste Rast (was wohl auch an den Gästen und schön warmen Ofen lag) in der luxury-Refugio von Fanes.

Zum Tagesprogramm gehörten mitunter: Sonnenaufgänge bestaunen ab 6.15 Uhr in der Früh, dann Streckenmärsche bis zu 8 Stunden, abends ausruhen auf der Hütte, den Sonnenuntergang genießen, Essen und schlafen (todmüde um zehn ins Bett fallen). Man muss wirklich nicht im Flugzeug sitzen, um die Wolken von oben sehen zu können. Solch einen Ausblick hatte ich einmal nachts aus dem Fenster (siehe Foto)! An einigen Orten auf der Wanderung hätte ich mir ja gerne ein Klavier gewünscht, für ein kleines Naturkonzert… Da waren die Berge mindestens so schön wie der weite Blick aufs Meer.
Am Freitag machten wir leider bereits den Abstieg ab Nuvolau bis runter nach Cortina, ein ziemlich mondäner Skiort, in dem wir es aber nur ein Stündchen aushielten. Dann wieder zurück nach Toblach zum Ausgangsort. Wenn man ca. 10-12 Tage Zeit hat, kann und sollte man den ganzen Weg bis Belluno wandern. Dort endet der Alta Via 1 oder man wählt einen der unzähligen anderen Höhenwege durch das Gebirge.

Nach meiner nun dritten Wanderreise (den Familienurlaub 1991? mal nicht mitgezählt…) – zuvor ging es ins Elbsandsteingebirge sowie in den schweizerischen Nationalpark – ist dies meine wohl beeindruckenste. Sehr empfehlenswert für alle Bergsport- und Naturbegeisterten. Solch eine Reise erdet und gibt einen ordentlichen Energieschub.

P. S. und nächstes Jahr gibt’s das ganze mit Klettersteig….

weitere Infos: z.B. alpenverein.de | Dolomitenhöhenwege 1-4 |

Das tat gut. Mal wieder raus aus der Stadt, rein in die pure Natur. Vom 12. bis 19. September fuhr ich mit einer Freundin nach Norditalien in die Dolomiten, um dort von Hütte zu Hütte auf dem Höhenwanderweg Alta Via 1 die Berge zu erkunden. Oh man, war das schön, so hoch über den ...

Tags: Dolomiten, wandern

Samstag,27. September 2008 | von Andrea Nienhaus | Beitrag kommentieren | Kommentare als RSS 2.0 Feed abonieren | Kategorien in eigener Sache, Reisen, Umwelt | direkten Link anzeigen

Ein Kommentar zu “Über das Reisen in den Bergen”

  1. Dani
    Am 4. Mai 2011 um 21:17 Uhr

    Das klingt nach einem sensationell schönem und erholsamen Urlaub. Natur pur! Danke für die Tipps und Info-Links.

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