Marke Eigenbau – das Ende der Massenproduktion

Schon wieder ein neues interessantes Buch: Es heißt “Marke Eigenbau” und entstammt aus der Feder zweier Berliner Autoren: Der eine, Holm Friebe, ist Mitbegründer der Zentralen Intelligenz Agentur und Co-Autor des digitalen Bohème-Buchs Wir nennen es Arbeit. Der andere, Thomas Ramge, schreibt u.a. für das Magazin brandeins. Hier gibt’s die beiden im Interview.
Wir erleben den Aufstand des Selbermachens gegen eine anonyme industrielle Massenproduktion. Die Marke Eigenbau verlässt den Hobbykeller und entert die Ladenlokale, Laufstege und das Internet. Wo die listenreiche und verstreute Revolution des Selbermachens zuschlägt, verändert sie die Spielregeln von Arbeit, Produktion und Konsum. Ihre Vorboten sind boomende Webplattformen für Handgemachtes, neue Märkte für hochwertige und ökologische Produkte zu fairen Preisen, die wachsende Open Source-Bewegung und die Renaissance der Manufakturen.
Das Buch enthält unter anderem auch Kapitel zu den Themen Soziale Entrepreneure (Kapitalismus mit menschlichem Gesicht), Strategischer Konsum (mit Shopping die Welt verändern), Crowdsourcing (Die Weisheit der Vielen wird produktiv) und Open Source (Massen produzieren gemeinsam).
Sehr gut finde ich das Design-Konzept des Buchs. Jeder Bucheinband ist gleichzeitig eine umklappbare Schablone für die Titelseite. So wurde – wohlgemerkt von Hand – jedes Buch mit einer Farbe besprüht und ist somit, trotz maschineller Herstellung durch die Druckwalze, gleichzeitig ein Unikat.
Auf der Website zum Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion, werden allerhand Produkte der Marke “Eigenbau” vorgestellt. Jede/r, der/die will, kann dort sein Angebot hochladen.
Das Buch ist nominiert für die Shortlist des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises.
Marke Eigenbau erscheint im Campus Verlag und kostet 19,90 Euro.
Website zum Buch: www.marke-eigenbau.org

Am 3. Oktober 2008 um 17:53 Uhr
[...] Aber bitte nicht glauben, dass damit ein neuer Trendgeboren wurde oder Marke Eigenbau gar ein Pionier wäre. Selber-Mach-Seiten gibt es schon einige im Netz, z.B. instructables + wawerko + expli, auch das Make Magazin samt zugehörigem Blog war schneller. Den Bogen zur Konsumkritik ist aber noch keinem so schick gelungen. [via Alles, was gerecht ist] [...]
Am 3. Oktober 2008 um 18:54 Uhr
Eigenbau vs. Massenware …
Auch wenn ich mit dem Konzept von Marke Eigenbau nicht so ganz glücklich bin, kann ich dem Produktverzeichnis einen gewissen Charme abgewinnen. Eigentlich eine gute Idee für händisch Schaffende, die ihre Produkte in kleinen Stückzahlen fertigen. Da…
Am 13. Mai 2009 um 12:06 Uhr
DIY ist ja nicht nur ein Trend der langsam aus den USA zu uns rüberschwappt. Mit Selbstbau kann man ja auch eine Menge Geld sparen.