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Rückblick Vision Summit 2008

Am letzten Wochenende kam Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus nach Berlin um auf dem Vision Summit 2008 seine diesjährige Kampagne „Social Business“ fortzusetzen. Sein Ziel ist die Etablierung eines neuen Sektors in der Weltwirtschaft, der eine ökonomische Lösung unserer weltweiten Probleme anstrebt. Muhammad Yunus, Gründer der Grameen Bank, der im Jahr 2006 für seine Idee der Mikrokredite für arme Menschen ausgezeichnet wurde, glaubt, wenn man die profit-maximierende Brille abnimmt und zur sozialen Brille greift, dass wir dann die Welt aus einer völlig anderen Perspektive wahrnehmen.

Der diesjährige Vision Summit widmete sich dem Thema „Social Business- Just try it!“. Veranstaltet wurde die Konferenz von dem erst vor 3 Monaten gegründeten GENISIS Institut. Es versteht sich als Think-and-do-tank für den Paradigmenwechsel vom Charity-Denken zu sozialem Unternehmertum. Die Idee dahinter ist soziale Probleme, wie Armut, mangelnde Gesundheitsversorgung, Bildung und Chancengleichheut etc. durch die Gründung von Social Business zu reduzieren. Ein Social Business basiert auch wie jedes andere Business auf wirtschaftlichen Prinzipien, das bedeutet, es arbeitet ganz normal wie jedes anderen Unternehmen mit der Zielsetzung der Gewinnorientierung. Der Gewinn wird jedoch nicht ausgeschüttet, sondern soll weiter dazu genutzt werden, das soziale Problem zu lösen.

Eines wollte die Konferenz auf jeden Fall erreichen: Sie wollte zeigen, dass es viele Menschen gibt, die an die Idee des Social Business glauben und Mut dafür machen, selbst aktiv zu werden. Daher waren auch einige Social Entrepreneurs eingeladen, die über ihre Arbeit berichteten, wie zum Beispiel Marcia Odell, Leiterin des Womens’ Empowerment Progams in Afrika oder Murat Vural, der mit seinem Verein IBFS e.V. interkulturelle Bildungs- und Förderarbeit für Schüler und Studenten mit Migrationshintergrund initiiert. Wer auf der Suche nach Ideen ist, soll raus in die Welt gehen, dorthin wo die Probleme sind und mit den Menschen sprechen. Viele der mehr als 1000 Teilnehmer hatten sicherlich Ideen im Kopf, allerdings fragten sich auch viele, ob und wie man in Deutschland ein Social Business aufbauen kann, ohne am Ende des Tages “nur” Charity Organisation zu sein. Es ist zu hoffen, dass auf dem nächsten Vision Summit auch mehr erfolgreiche Beispiele aus Deutschland gezeigt werden und Social Entrepreneurs sich vorstellen können.

Einer der Höhepunkte war sicherlich die Rede von Yunus, in der er über seine Arbeit und seine zukünftigen Projekte berichtete. Richtigerweise wies er darauf hin, dass in der derzeitigen Finanzkrise die Banken weltweit in den größten Schwierigkeiten sind, während seine gegründete Grameen Bank, die den Armen gehört, sehr erfolgreich dasteht. Das hätten vor einigen Jahren viele sicherlich nicht für möglich gehalten. Zumal 98% der vergebenen Kredite wieder zurückgezahlt werden. Davon können dieser Tage viele andere Banken nur träumen.

Am letzten Wochenende kam Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus nach Berlin um auf dem Vision Summit 2008 seine diesjährige Kampagne „Social Business“ fortzusetzen. Sein Ziel ist die Etablierung eines neuen Sektors in der Weltwirtschaft, der eine ökonomische Lösung unserer weltweiten Probleme anstrebt. Muhammad Yunus, Gründer der Grameen Bank, der im Jahr 2006 für seine Idee der ...

Tags: Social Business, Social Entrepreneurs

Dienstag,4. November 2008 | von Julia Hartmann | Beitrag kommentieren | Kommentare als RSS 2.0 Feed abonieren | Kategorien Organisationen, Wirtschaft und Finanzen | direkten Link anzeigen

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