Revolutionäre Werbeschnipsel – eine Ausstellung

In der Galerie Olga Bernario in Berlin-Neukölln läuft noch bis zum 2. April eine Ausstellung, in der eine Sammlung “revolutionärer Werbeanzeigen” zu sehen ist.
Bereits seit langer Zeit hat die Werbeindustrie die Bilderwelten linken und alternativen Protests für sich „entdeckt“. Während es in den 60er und 70er Jahren um die Disziplinierung, Umdeutung und Lächerlichmachung der Zeichen des Protests ging, nutzen die kreativen Industrien heutzutage diese Parolen, Ikonen und Symbole zur Erzeugung von Differenz zum gesellschaftlichen Mainstream.
OK, diese Erkenntnis ist wirklich nicht neu. Spätestens seit dem Werbespot für die Automarke Dacia wissen wir, wie es aussieht, wenn sich Fidel, Che, Karl, Wladimir, Martin und Mahatma in einem Haus begegnen. Dennoch, ein Archiv mit Bilderwelten, in denen rote klassiker-Revoluzzer in kommerziellen Werbeanzeigen von 1967 bis heute dokumentiert sind, das könnte interessant sein. Ich war noch nicht dort, aber bis Anfang April kann man es ja noch schaffen…
Austellung: “So geht Revolution – Werbung & Revolte”, 29.1. bis 2.4.2009,
Richardstr. 14, Berlin-Neukölln, geöffnet: Donnerstags, ab 19.00 Uhr Richardstr. 104, 12043 Berlin
