Klimaneutral laufen – ein Besuch beim Berliner Halbmarathon

Beim gestrigen 29. Berliner Halbmarathon, an dem mein Bruder Thomas, Julia und ich ausnahmsweise teilgenommen haben, ging es klimaneutraler zu als gedacht. Jedenfalls auf den ersten Blick. Nachdem ich erfolgreich im Ziel angekommen und mit Erfrischungsgetränken versorgt war, wurde mir ein Flyer des Hauptsponsors Vattenfall, dem Berliner Energieversorger, in die Hand gedrückt. Darin wurde über klimaneutrales Laufen informiert. Erst auf den zweiten Blick entpuppte sich der Zettel jedoch als Fake, denn der Absender war “Vattnfall” ohne “e” und auch die Texte auf der Rückseite waren wohl nicht ganz ernst zu nehmen.
Die Idee, mittels “Aufwärmen!” 10 Prozent Co2-einzusparen, denn “Nur ein richtig aufgewärmter Planet bringt die Polarkappen zum Schmelzen” ist schon amüsant und sicherlich ein Augenzwinkerer für die Besucher des Events. Aber ob so eine Aktion wirklich so effektiv ist? Schließlich kommen die Läufer zum Laufen. Ob nun Vattenfall, RWE oder Evonik den Lauf sponsort, spielt hier keine Rolle. Naja, jedenfalls scheinen so Fake-Aktionen ja gerade öfter mal ausprobiert zu werden. Und immer noch besser als die hunderste Info aus der anti-AKW-Bewegung. Einen Absender des Klima-Flyers konnten wir leider nicht identifizieren.
Das Laufen hat uns dreien sehr viel Spaß gemacht! Wann kann man schon mal über Berlins Hauptstraßen rennen, und dabei angefeuert werden? Außerdem ist so ein Lauf ein sehr gerechtes Format, denn von den Kenianischen Spitzenläufern bis hin zu Hobbysportlern wie unserseins darf jeder teilnehmen. Insgesamt gingen über 25.000 Menschen an den Start, vom Läufer bis zur Inline-Skaterin, Walker und Rollstuhlfahrer. Bis zum Jahr 2012 hat sich Vattenfall nun das Titelsponsoring gesichert, wie der Veranstalter berichtet.
Am Ende taten die Beine ganz schön weh, aber das hat sich gelohnt: Spätestens, als wir die Zielgerade erreichten!
Tags: Energie, Klimaschutz, Sport

Am 6. April 2009 um 20:48 Uhr
Beim Marathon-Laufen atmet man doppelt soviel CO2 aus wie sonst! Eine Durchführung des Marathons in der Umweltzone ist unverantwortlich. Es besteht die Gefahr einer lokalen Erwärmung. Wir haben nur den einen Planeten.
Man könnte Mautstellen für alle die keuchenden CO2-Schleudern einrichten, gelle?
Am 7. April 2009 um 00:43 Uhr
Ich glaube, da muss aber viel gekeucht werden um auf den Betrag zu kommen, den in diesen 12 Stunden sonst alle Autos und Busse auf diesen Strecken ausstoßen würden;))
Und während des Laufens sitzt man nicht vor dem PC und verbraucht keinen bösen Atomstrom. Hat ja doch was gutes.
Und auch der ÖVP braucht ja sonst auch Strom und Öl.
Für eine bewegliche und gesunde Zukunft. Laufen für´s Weltklima. Auch zur Arbeit und Freunden:))