Auf Plastikflaschen um die Welt!

Bildquelle: www.welt.de
Seit “Plastic Planet” dem neuen Film von Werner Boote wird mal wieder das Thema Plastikmüll genauer beäugt!
Jeder kennt den Joghurtbecher, der im Wald herumliegt und die Plastiktüte, die so schön durch die Luft fliegt und im Film American Beauty sogar eine prominente Nebenrolle erhalten hat.
Manch einer weis auch von den riesigen Müllstrudeln in unseren Meeren. Der Great Pacific Garbage Patch, der zwischen Nordamerika und Asien vor sich hin rotiert ist ungefähr so groß wie Mitteleuropa!
Irgendwie lustig ist auch die Geschichte von nicht weniger als 29.000 über Bord gegangenen Quitscheenten, die seit mehr als 15 Jahren durch die Meere planschen und Wissenschaftler sogar dabei unterstützen, mehr über die Meeresströme zu erfahren.
Weitaus weniger Menschen wissen allerdings, dass unser Plastik im Meer und andernorts zu winzig kleinen Partikeln zerrieben wird und so auch in unsere Nahrungskette gelangt. Bereits heute gibt es z.B. 6x mehr Plastik als Plankton im Meer und bisher hat es niemand geschafft, den Fischen den Unterschied zu erklären.
Und jetzt? Wie werden wir das Zeug wieder los? Natürlich kann man versuchen, sein Haushalt möglichst Plastikfrei zu halten, so richtig los werden wir das Zeug wohl aber nicht mehr!
Vielleicht sollten wir wenigstens versuchen, weniger Plastik zu produzieren, und das, dass wir bereits haben, sinnvoll weiter zu verwerten, dachte sich auch David de Rothschild, Gründer von Adventure Ecology.
Vor 3 Tagen hat die Plastiki, ein Schiff bestehend aus Plastikflaschen ihre Weltreise begonnen.

Ziel der Reise ist es, auf das Plastikmüll-Problem aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass Müll auch eine Ressource sein und sinnvoll weiterverwertet weden kann.
Die Plastiki fährt mit Sonnen- und Windenergie, die Plastikteile sind mit einer Paste aus Cashewnüssen und Zucker verklebt und für Strom muss schon mal geradelt werden. Fast alles an der “Plastiki”, vom Bootsrumpf bis zum Segel, ist am Ende der Reise wieder verwertbar.
“Eine Welt ohne Plastik wird es nicht mehr geben, aber statt das Zeug zu verteufeln, sollten wir lernen, es zu benutzen und zu recyceln.” (David de Rothschild)
Tags: Müll, Nachhaltigkeit, Plastik, Plastiki

Am 24. März 2010 um 12:11 Uhr
Sehr guter Beitrag
Ein Quietsche-Entchen habe ich leider oder zum Glück, je nachdem wie man das sehen will, im Meer noch nicht gesehen…
Am 3. April 2010 um 13:55 Uhr
I read blogs on a similar topic, but i never visited your blog. I added it to favorites and i’ll be your constant reader.
Am 3. Mai 2010 um 14:12 Uhr
Das ist mal wirklich was Wirksames gegen die Umweltzerstörung.
Die Co2-Story hilft nämlich niemand weiter. Laut Wiki hat es einen Anteil von 0,0385% an der Atmosphäre, laut UN Klimabericht trägt der Mensch dazu 5% bei, also 0,0019%. Und 0,0019% soll ein Menschen-verursachter Klimawandel sein?
Die wollen doch nur eine neue Erdöl- und Energiesteuer für alle Verbrauer in den westlichen Staaten einführen und sich bereichern. Unserem Planeten hilft das nix.
Hier z.B. ein Bericht des staatlichen finnischen Fernsehens YLE über den Schwindel mit den Klimadaten, es kommen auch ua. finnische Wissenschaftler mir ihren lokalen Messwerten zu Wort http://vimeo.com/8815829
Gegen den Plastikmüll auf den Meeren hingegen sollte wirklich etwas unternommen werden!!
Am 1. Juli 2010 um 13:49 Uhr
Hallo Sonja,
natürlich wird es immer wieder Stimmen gegen den Klimawandel geben, auch Manipulationen werden sicher immer wieder aufgedeckt. Doch mittlerweile wird der Klimawandel und die (zumindest teilweise) Verursachung durch den Menschen von fast allen ernst zu nehmenden Wissenschaftler als bewiesen angesehen! Deine CO2-Berechnungen sind zwar interessant, aber leider völlig unsinnig. Es ist absolut unerheblich, welchen Anteil CO2 an der Atmosphäre hat, denn es hat eine bestimmte Wirkung, die auch in kleinen Mengen schon einsetzt.
Einzig relevant ist die 5%-Verursachung durch den Menschen. Auch das hört sich sicherlich nicht viel an, hierdurch wird aber das natürliche Gleichgewicht in der Atmosphäre gestört. Wie in so vielen Fällen also kleine Ursache mit großer Wirkung.
Auch für Menschen, die nicht an die Verursachung des Klimawandels durch CO2 glauben, kann CO2-Einsparung äußerst sinnvoll sein: Denn gleichzeitig kann man auch eine Menge Geld sparen!
Zum Thema Plastikflaschen und Plastikmüll im Meer haben wir in unserem Blog schon einige Beiträge gebracht: http://www.gruenspar.de/blog/tag/plastik/
Am 5. Januar 2011 um 10:17 Uhr
i was starting to imagine i might possibly be the only lady who thought about this, at the very least at this point i comprehend im not nuts
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Am 14. Juni 2011 um 06:50 Uhr
Sehr interessant. Hoffentlich kann sich die EU zum Plastiktüten-Verbot durchringen und es werden einige Staaten folgen!
LG Andi
Am 21. Oktober 2011 um 09:10 Uhr
Vielen Dank für diesen tollen Beitrag! Eine traurige Tatsache auf der einen Seite, eine großartige Idee auf der anderen.
Beste Grüße aus Bremen sendet die Bremer Energieberatung enerpremium
Am 21. Oktober 2011 um 16:18 Uhr
Hallo an die vielen KommentatorenInnen!
Irgendwie hab ich das nicht recht mitbekommen, erst beim letzten Kommentar habe ich per Mail bescheid bekommen.
Vielen Dank für euer Interesse und das Auseinandersetzen mit dem Thema!
@sonja: Klima- und Umweltschutz ist ein verdammt vertraktes Thema, bei dem es um höllisch viel Geld und Macht geht. Ich kann Deine hier geäußerte Meinung zum Klimaschutz nicht teilen und bin dankbar für die Antwort von Grünsparer.
@cityville: well i d say the nuts one is not you! or at least we are all nuts!
Freue mich über weitere Kommentare und werde zukünftig versuchen, zeitnaher zu antworten. Beste Grüße aus Neu-Heimat Lissabon!
Am 15. Januar 2012 um 19:56 Uhr
Hallo Sonja,
interessanter Artikel, dass es bereits 6 x mehr Plastik als Plankton gibt ist fast unglaublich!
Gibt es denn Untersuchungen, ob diese Partikel bereits in Fischen gefunden wurden?
Danke,
Susi