Soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und deren Nachhaltigkeit. Interessante Ideen & Projekte Ein Projekt der SOZIALHELDENAlles, was gerecht ist.
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Umweltpolitik à la BDI

Dienstag, den 25. September 2007

Eine interessante Studie hat der BDI heute mittag vorgestellt, die “in Zusammenarbeit mit McKinsey” erarbeitet worden ist und in der volkswirtschaftlich effiziente Möglichkeiten der Reduzierung von Treibhausgasen analysiert werden. Es geht um die “Balance von ökologischen und ökonomischen Kriterien” wie es in der Einleitung zur Studie zu Recht heisst. Klar ist auch, dass diese Balance für die Energieriesen anders aussieht als beispielsweise für den BUND. Und:

Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass die deutsche Wirtschaft mit ihrem technologischen Potenzial der Problemlöser ist.
McKinsey-Studie

Auch das klingt gut und stimmt (zuversichtlich). Die sogenannten “Vermeidungshebel von CO2″, die McKinsey gefunden hat, wurden von Wirtschaftsexperten bewertet (ob eher EON oder Lichtblick lässt sich leider nicht genau herausfinden). Natürlich gibt es davon höchst unterschiedliche und manche sind kostenintensiver als andere. Dass Kernkraft offensichtlich von den Experten als “günstiger” eingeschätzt wurde lässt sich auch nachvollziehen. Zivile Nukleartechnologien sind in den letzten 50 Jahre in Deutschland massiv staatlich gefördert und entwickelt worden, währen Umwelttechnologien relativ am Anfang stehen. Welches “technologische Potential” in dieser Hinsicht als “effizient” bewertet wird ist wohl subjektiv.

//www.flickr.com/photos/bankbryan/Überhaupt sollte man sich – ganz nach dem Motto “Traue keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast” – den Kontext der Studie näher anschauen. Der BDI hat sie (vermutlich für Geld) in Auftrag gegeben was ein (im besten Fall unterbewusstes) Steuerungspotential der Resultate vermuten lässt. Aber auch bei den wisschenschaftlichen Beiräten ist Vorsicht angesagt. So sitzt Carl Christian von Weizsäcker im Beirat von des Atomenergiekonzerns RWE und ich persönlich würde in diesem Fall eher seinem Bruder Ernst-Ulrich vertrauen, der als Ex-Vorstand des “Bundestagsausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit” höchstwahrscheinlich andere Ergebnisse und Interpretationen präsentiert hätte.
Und die Co-Autoren Wolfgang Ströbele und Martin Hellwig sind im volkswirtschaftlichen Bereich sicherlich höchst akzeptierte Wissenschaftler. Aber welche Subventionen oder wirtschaftlichen Auswirkungen von Nuklear- oder Umwelttechnologien in volkswirtschaftliche Studien einbezogen werden, könnte man wie erwähnt als politische Entscheidung bezeichnen und keiner der beiden zeichnet sich durch ein besonders grünes politisches Profil aus.

Es bleibt also abzuwarten was Studien mit anderem politischem Kontext ergeben. Nicht zuletzt ist die Art (und damit auch die Kostspieligkeit) der Treibhausgasreduzierung eine politische Entscheidung, welche die Bundesregierung zu treffen hat. Bleibt zu hoffen, dass dabei auch Gefahrenpotentiale, Gesundheitsrisiken und ungelöste Probleme der Nuklear-Technologie wie die Endlagerung eine Rolle spielen und künftige globale Exportpotentiale von Umwelttechnologien, nicht nur die Kostenstrukturen der großen Energiekonzerne.

Eine interessante Studie hat der BDI heute mittag vorgestellt, die \"in Zusammenarbeit mit McKinsey\" erarbeitet worden ist und in der volkswirtschaftlich effiziente Möglichkeiten der Reduzierung von Treibhausgasen analysiert werden. Es geht um die \"Balance von ökologischen und ökonomischen Kriterien\" wie es in der Einleitung zur Studie zu Recht heisst. Klar ist auch, dass diese ...

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Mit Wasser helfen

Montag, den 17. September 2007

Der Engländer Duncan Goose ist nicht der erste der festgestellt hat, dass sauberes Wasser für viel zu viele Menschen auf der Welt ein echtes Problem ist. Aber sein Lösungsansatz unterscheidet sich deutlich von dem anderer deutscher oder ausländischer Wasserorganisationen. Mit angelsächsischem Unternehmersinn macht er, was man als ein Paradebeispiel von “Social Entrepreneurship”, oder Sozialunternehmertum, bezeichnen könnte: Ein Wirtschaftsbetrieb, der alle Gewinne der Lösung eines sozialen Problems zuführt. Auch die Entstehung der Idee klingt auf der Firmenseite recht interessant…

Like all great stories, this one started in a pub. In 2003 a group of friends were watching the Grand National in a pub in London when one of them happened to mention that he’d read an article that 1 billion people didn’t have access to clean water.
www.onewater.org.uk

Gleichzeitig setzt er einen Gegenpol zum Trend des überteuerten Luxuswassers a la Bling, Veen oder Voss, die geschoben von der Wellness-Welle deftige Preisaufschläge für als Luxusprodukte vermarktetes Mineralwasser verlangen.
Und auch in Sachen Transparenz von Firmenvorgängen setzt er neue Masstäbe. Er legt alle Kosten der Firma offen, und ist dennoch in der Lage groß genuge Margen herauszuhandeln, die der angegliederten Stiftung helfen Wasserprojekte – hauptsächlich im Süden Afrikas – zu finanzieren.

Der Engländer Duncan Goose ist nicht der erste der festgestellt hat, dass sauberes Wasser für viel zu viele Menschen auf der Welt ein echtes Problem ist. Aber sein Lösungsansatz unterscheidet sich deutlich von dem anderer deutscher oder ausländischer Wasserorganisationen. Mit angelsächsischem Unternehmersinn macht er, was man als ein Paradebeispiel von \"Social Entrepreneurship\", oder Sozialunternehmertum, ...

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Wirtschaft in Entwicklung (-sländern)

Dienstag, den 11. September 2007

Eines er spannendsten Themen während meiner Zeit als MBA-Student in Indien waren Überlegungen zum erfolgreichen Unternehmertum in Märkten mit geringster Kaufkraft. Ein interessantes Beispiel aus Afrika im Mobilfunkbereich ist mir gerade wieder über den Weg gelaufen:

Ausgerechnet die Mobilfunkindustrie, in Europa für happige Tarife berüchtigt, hat sich in Afrika zum Vorreiter einer fortschrittlichen Ökonomie entwickelt.
Entwicklunghelfer Mobilfunk: Ein neues Handy für 15 Euro – Netzwelt – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten

Wer sich für das Thema interessiert, der Klassiker der Fachliteratur in dem Bereich ist ein Buch des in den USA lebenden Inders Prahalad. Er spricht davon Armut mit Profiten zu bekämpfen und hat den Begriff der “bottom of the pyramid” geprägt. Im Deutschen ist sein Buch sehr vorsichtig als “Der Reichtum der Dritten Welt” übersetzt. Prahalad ermutigt zu neuen Wegen in der Distribution, beispielsweise durch Individualunternehmer, die sich dadurch gleichzeitig eine eigene Existenz aufbauen können. Ausserdem sind innovativen Wegen der Kostenreduzierung ein Thema, um Güter in großen Mengen für Kunden mit kleiner individueller Kaufkraft bezahlbar zu machen. Und quanitativ geben sie dem Begriff Massenmarkt eine neue Dimension. Wer beispielsweise dachte Handys in Deutschland wären mit 30 Millionen ein Massenmarkt, allein in Indien sind – bei einer Bevölkerung von über einer Milliarde Menschen – Märkte von mehreren hundert Millionen vorstellbar!

Auch die Idee der Mikrokredite für die Muhammad Yunus den Friedensnobelpreis bekam ist für die Entwicklung von Kleinunternehmertum in solchen Regionen extrem wichtig und daher essentiell für den Erfolg von Strategien die auf den unteren Teil der Pyramiden gerichtet sind. Eine dieser Erfolgsgeschichten – Safaricom in Kenia – stellen Koesch/Magdanz/Stadler vom Spiegel vor.

Es ist ein weiteres Indiz, dass hier riesige Chancen liegen, für Unternehmer und Firmen genauso wie für Entwicklungshelfer und Sozialunternehmer.

Eines er spannendsten Themen während meiner Zeit als MBA-Student in Indien waren Überlegungen zum erfolgreichen Unternehmertum in Märkten mit geringster Kaufkraft. Ein interessantes Beispiel aus Afrika im Mobilfunkbereich ist mir gerade wieder über den Weg gelaufen: Ausgerechnet die Mobilfunkindustrie, in Europa für happige Tarife berüchtigt, hat sich in Afrika zum Vorreiter einer fortschrittlichen Ökonomie ...

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