Soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und deren Nachhaltigkeit. Interessante Ideen & Projekte Ein Projekt der SOZIALHELDENAlles, was gerecht ist.
Soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und deren Nachhaltigkeit. Interessante Ideen & Projekte

Archiv der Kategorie ‘Digital Lifestyle‘

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Über die Versöhnung von Ethik und Ästhetik

Freitag, den 2. Mai 2008

dasprinzip.gifÜber den 3plusX-Verteiler ging vor ein paar Tagen ein Hinweis auf einen sehr interessanten Artikel, der kürzlich im Magazin der Süddeutschen Zeitung erschien. Es ist eine kurze kluge Beobachtung zum Verhältnis der Lohas- und der “alten” Öko-Bewegung. “Auffällig ist an diesen Projekten [Anm. gemeint sind utopia und ivyworld] sofort, dass das Bestreben, die unvereinbaren Milieus zusammenzuführen, nur von einer Seite betrieben wird. Dass altgediente Ökos plötzlich in den Versprechen des Lifestyles aufgehen würden, geht aus den Erfahrungsberichten in den Online-Portalen nicht hervor; es herrscht vielmehr die Perspektive der Styler vor, die das Ökologische für sich entdeckt haben.”, so der Autor Andreas Bernhard. Und schließlich: “Die Moral und der Lifestyle: Sie gehen in dieser neuen Bewegung keine symbiotische Beziehung ein; das eine wird dem anderen unterworfen!” Zum drüber nachdenken…

Öko-Lifestyle, erschienen in: Süddeutsche Magazin, aus der Reihe: Das Prinzip – 100 Phänomene der Gegenwart, 24.04.2008

Über den 3plusX-Verteiler ging vor ein paar Tagen ein Hinweis auf einen sehr interessanten Artikel, der kürzlich im Magazin der Süddeutschen Zeitung erschien. Es ist eine kurze kluge Beobachtung zum Verhältnis der Lohas- und der \"alten\" Öko-Bewegung. \"Auffällig ist an diesen Projekten sofort, dass das Bestreben, die unvereinbaren ...

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Sigmar und die Öko-Schickeria – ein Protokoll

Montag, den 28. April 2008

gruenewelle_2.jpgZugfahren ist schön, da kann ich mal einen längeren Artikel “vor”-schreiben. Hier nun meine Beobachtungen zur Veranstaltung “Die neue grüne Welle” vom vergangenen Dienstag:

Zu Beginn herrschte Schweigen: Wir warteten auf die Live-Schaltung des Deutschlandradios. Die Kameras des Senders phoenix standen bereits parat. Die Podiumsteilnehmer schreiten auf die Bühne, ein kleines Mikro tragen sie wie eine Freisprechanlage im Gesicht. Frauke Hamann, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der ZEIT-Stiftung, eröffnet die Veranstaltung mit dem im Nachhinein vielleicht besten Beitrag des Abends. Da fällt die schwarz-grüne Koalition in Hamburg als Stichwort, Luxus als Bewußtsein, heute sei der “Tag der Erde”, also eine hervorragende Terminplatzierung des Abendprogramms. Seit 2002 sei das Thema “Nachhaltigkeit” in der Verfassung verankert, Artikel 20a. “Alles wird gut, alles wird grün?”, fragt Hamann. Wie mächtig ist strategischer Konsum? Wird es einen Green Deal geben? Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und ökologische Tragfähigkeit werden nicht mehr weiter getrennt, sondern zusammengedacht. Der grüne Lifestyle sei schick, aber ist er auch wirkungsvoll? (weiterlesen…)

Zugfahren ist schön, da kann ich mal einen längeren Artikel \"vor\"-schreiben. Hier nun meine Beobachtungen zur Veranstaltung \"Die neue grüne Welle\" vom vergangenen Dienstag: Zu Beginn herrschte Schweigen: Wir warteten auf die Live-Schaltung des Deutschlandradios. Die Kameras des Senders phoenix standen bereits parat. Die Podiumsteilnehmer schreiten auf die Bühne, ein kleines Mikro tragen sie wie ...

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Socialcamp in Berlin

Mittwoch, den 16. April 2008

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Am Samstag, den 14. und Sonntag, den 15. Juni wird es in Berlin erstmalig ein SocialCamp geben. Die Form der Veranstaltung ist ein “Barcamp“, einerArt “Open Space“-Konferenz. Im SocialCamp treffen Online-Spezialisten (Geeks) auf Vertreterinnen und Vertreter gemeinnütziger Organisationen. Ziel: Synergien schaffen, Ideen spinnen und neue Kommunikationslösungen entwickeln. Oftmals fehlt Internet-affinen Menschen der Einblick in die Arbeitsweisen von Non-Profit Organisationen und Kampagnen. Umgekehrt scheint es nicht viel Online-Kompetenz im Non-Profit Bereich in Deutschland zu geben. Es gibt leider auch nur wenige Menschen, die in beiden Welten aktiv sind.
Wir wollen das ändern und die beiden Welten im Rahmen des SocialCamp Berlin zusammenbringen. Die Veranstaltung findet im selfHUB in Berlin-Kreuzberg statt. Der Eintritt ist frei, aber die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

Alle Infos sowie Anmeldung: www.socialcamp-berlin.org

Am Samstag, den 14. und Sonntag, den 15. Juni wird es in Berlin erstmalig ein SocialCamp geben. Die Form der Veranstaltung ist ein \"Barcamp\", einerArt \"Open Space\"-Konferenz. Im SocialCamp treffen Online-Spezialisten (Geeks) auf Vertreterinnen und Vertreter gemeinnütziger Organisationen. Ziel: Synergien schaffen, Ideen spinnen und neue Kommunikationslösungen entwickeln. Oftmals fehlt Internet-affinen Menschen der Einblick in ...

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PR-Geschenke der Hoffnung

Sonntag, den 6. April 2008

pr.jpgNein, wir sind nicht bestechlich. Nein, wir möchten auch nicht über etwas schreiben, dass jemand offensichtlich aus eigenützigen Zwecken an uns heranträgt, und wenn dann nur, wenn wir es selbst für wichtig halten. Gestern erhielt ich ein kleines Päckchen. Adressat: “Alles, was gerecht ist” und dann meine Adresse. Der Absender: eine Agentur für Öffentlichkeitsarbeit. Hm. Der Inhalt: Eine Bio-Limonade, eine Metall-Schachtel, die eine Reise-Computermaus enthält sowie ein Anschreiben, mit dem Wortlaut:
“… wir hoffen, die Getränke beim vergangenen Blogger-Treffen auf der Biofach 2008 haben Ihnen gegen eventuelle Durststrecken geholfen. … Sonnige Grüße aus Bayern…”
Ich hätte es besser gefunden, das Unternehmen bzw. die Marketingabteilung schreibt auf ihrem eigenen Blog (macht es doch selbst), aber das würde dann bestimmt nicht wirklich gelesen werden. So oder so ähnlich muss es Journalisten in Redaktionen gehen. Das erzählen zumindest befreundetete Schreiberlinge aus der Presse-Welt. Sie erhalten Geschenke, werden angebettelt, dürfen sich aber nicht erweichen lassen. Vielen Journalisten gelingt dies mitlerweile ja gar nicht mehr. Über eine PR-Agentur ein Probierpäckchen zu bekommen, noch dazu ein Computer-Geschenk (wegen Blogs und so, hey super) ist – nur so als Tipp für Kommunikationsagenturen – kein geschickter Weg, ihr Produkt in der online/Bloglandschaft zu platzieren. Ich kann schon verstehen, weshalb sie es über diese Wege versuchen, aber: Es wird nicht funktionieren. Ich werde die Limonade probieren, aber ich werde hier keinen Bericht darüber verfassen, wie sie denn so geschmeckt hat…

Nein, wir sind nicht bestechlich. Nein, wir möchten auch nicht über etwas schreiben, dass jemand offensichtlich aus eigenützigen Zwecken an uns heranträgt, und wenn dann nur, wenn wir es selbst für wichtig halten. Gestern erhielt ich ein kleines Päckchen. Adressat: \"Alles, was gerecht ist\" und dann meine Adresse. Der Absender: eine Agentur für Öffentlichkeitsarbeit. ...

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Denken und schenken – ein Besuch auf der „re:publica”

Samstag, den 5. April 2008

republica.jpgAusnahmezustand in der Berliner Kalkscheune: ca. 800 “Blogger und andere Netzbewohner” (weibliche Web-Wahnsinnige musste man ein bisschen suchen) trafen sich drei Tage lang, um auf der Konferenz “re:publica” über alles, was das Netz begehrt, zu diskutieren. Darunter waren auch zwei Veranstaltungen, die Raul und ich uns explizit ausgesucht haben: Zum einen: “Advocacy 2.0: Digitaler Aktivismus – Kampagnen und NGOs im Netz“. Hier diskutierten Christian Scheifl (Aktion Mensch/dieGesellschafter.de), Benedikt Köhler, Volker Gassner (Greenpeace) sowie Markus Beckedahl (newthinking communications/netzpolitik.org) über die Möglichkeiten der Internet-Nutzung für NGOs. Willkommen in der Mitmach-Welt. (weiterlesen…)

Ausnahmezustand in der Berliner Kalkscheune: ca. 800 \"Blogger und andere Netzbewohner\" (weibliche Web-Wahnsinnige musste man ein bisschen suchen) trafen sich drei Tage lang, um auf der Konferenz \"re:publica\" über alles, was das Netz begehrt, zu diskutieren. Darunter waren auch zwei Veranstaltungen, die Raul und ich uns explizit ausgesucht haben: Zum einen: \"Advocacy 2.0: Digitaler ...

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mikro.fm – Radio für Jedermann

Mittwoch, den 2. April 2008

mikro.fm ist der Versuch, in Berlin und Brandenburg ein freies, d.h. nicht werbewirtschaftlich privat oder öffentlich-rechtlich finanziertes Radio von Menschen für Menschen zu machen.

Was nämlich in anderen Bundesländern selbstverständlich ist, die Freigabe von Frequenzen für nichtkommerzielle Bürgerradios, ist mit dem aktuell gültigen Medienstaatsvertrag in Berlin und Brandenburg nicht umzusetzen.

Diese Vision eines freien Radios, welches sich inhaltlich von den privat oder öffentlich-rechtlichen Einheitsbrei-Sendern grundlegend unterscheidet, wird von mikro.fm nach dem Graswurzel-Prinzip von unten durch die Beteiligung vieler umgesetzt.

(weiterlesen…)

mikro.fm ist der Versuch, in Berlin und Brandenburg ein freies, d.h. nicht werbewirtschaftlich privat oder öffentlich-rechtlich finanziertes Radio von Menschen für Menschen zu machen. Was nämlich in anderen Bundesländern selbstverständlich ist, die Freigabe von Frequenzen für nichtkommerzielle Bürgerradios, ist mit dem aktuell gültigen Medienstaatsvertrag in Berlin und Brandenburg nicht umzusetzen. Diese Vision eines freien Radios, welches ...

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Wie vermittelt man eigentlich Nachhaltigen Lebensstil? – Eine Medienberichterstattung

Sonntag, den 23. März 2008

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Anlass dieses Beitrags ist der Artikel “Mama Maischberger und die Öko-Windel“, der vergangene Woche in der Zeitung “Der Tagesspigel” erschienen ist. Darin werden die beiden Gutmenschen-Social Communities ivyworld und utopia vorgestellt, gut fünf Monate nach deren Launch. Für online-Leser ist das ganz schön spät, für noch nicht infomierte vielleicht gerade richtig, aber dich dachte eigentlich, die Aufgabe der klassischen Medien sei es unter anderem, aktuelle Berichterstattung zu leisten (Bitte hier einen Widerspruch einlegen, falls es anders sein sollte). Nach dem Lesen des Artikels blieben ein paar Fragen unbeantwortet: Was unterscheidet eigentlich “Efeuwelt” und “das Land Utopia”? Exisiteren die beiden Portale wirklich einfach so nebeneinander? Was steckt dahinter, was für eine Motivation haben die jeweiligen Betreiber? Wird hier der nachhaltige Konsum erfunden und Verbauchern erstmalig zugänglich gemacht oder wie oder was? (weiterlesen…)

Anlass dieses Beitrags ist der Artikel \"Mama Maischberger und die Öko-Windel\", der vergangene Woche in der Zeitung \"Der Tagesspigel\" erschienen ist. Darin werden die beiden Gutmenschen-Social Communities ivyworld und utopia vorgestellt, gut fünf Monate nach deren Launch. Für online-Leser ist das ganz schön spät, für noch nicht infomierte vielleicht gerade richtig, aber dich dachte ...

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Sustainable Dance Club – Tanz dir den Strom

Montag, den 17. März 2008


Bei einem 3plusX-Nachhaltigkeits-Netzwerker-Treffen im Herbst vergangenen Jahres in Berlin fiel der Name der neuen nachhaltigen Party-Strategie bereits: Sustainable Dance-Club. Feiern, Spaß haben und dabei selber Strom erzeugen. Kurz: “SDC”. Das Rotterdamer Büro ” Döll – Atelier voor Bouwkunst” entwickelte und realisierte gemeinsam mit “enviu – innovators in sustainability” sowie der Technischen Universität Delft diese großartige Idee.

The Sustainable Dance Club incorporates innovations in the field of sustainable design and applied techniques with social responsibilities in attractive club surroundings. No more counter culturists and moralizing attitudes but sustainability as a positive, young and profitable alternative for a broad target group.

Wie der Dance-Club bzw. Dance-Floor funktioniert, wird in diesem Video versucht zu erklären.

sustainabledanceclub.com | SDC-myspace-Profil mit einigen Fotos

Bei einem 3plusX-Nachhaltigkeits-Netzwerker-Treffen im Herbst vergangenen Jahres in Berlin fiel der Name der neuen nachhaltigen Party-Strategie bereits: Sustainable Dance-Club. Feiern, Spaß haben und dabei selber Strom erzeugen. Kurz: \"SDC\". Das Rotterdamer Büro \" Döll - Atelier voor Bouwkunst\" entwickelte und realisierte gemeinsam mit \"enviu – innovators in sustainability\" sowie der Technischen Universität Delft diese ...

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Arbeitsplätze für Social Pioneers in Berlin zu vergeben

Sonntag, den 16. März 2008

self.jpgWie sieht Dein Arbeitsplatz der Zukunft aus?
Das Berliner Netzwerk self, in dem Unternehmer zusammenkommen, die wirtschaftlichen Erfolg mit sinnstiftender Arbeit verbinden wollen , bietet noch zu vermietende Arbeitsplätze im selfHUB an.

self ist ein Treibhaus für Menschen, die nachhaltige und innovative Lösungen für die gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit – durch Unternehmergeist, Kreativität, Eigeninitiative und Selbstverantwortung, suchen (und finden).

self ist gleichzeitig
- Dienstleistungs- und Einkaufsgenossenschaft für seine Mitglieder
- physisches und virtuelles Netzwerk für gleichgesinnte Unternehmer
- Arbeits- und Lebensraum für Gründer und Unternehmen aller Entwicklungsphasen – von Ideenentwicklung bis hin zu Wachstum und Neuorientierung
- Plattform, um Ressourcen und Kräfte zu bündeln.

Kostenfreies Schnupperarbeiten im selfHUB ist jeden letzten Donnerstag im Monat von 14–19 Uhr möglich.

Kontakt:
Wiebke Koch (Vorstandsvorsitzende self eG)
Erkelenzdamm 59-61 (Portal 1, 3. OG) | 10999 Berlin-Kreuzberg | Lageplan/googlemaps
mobil: + 49 (0) 174 172 1042 | Festnetz: + 49 (0) 30 707 195 0
E-Mail: w.koch@self-germany.de | Web: www.self-germany.de
HubBlog: thehubberlin.blogspot.com

Wie sieht Dein Arbeitsplatz der Zukunft aus? Das Berliner Netzwerk self, in dem Unternehmer zusammenkommen, die wirtschaftlichen Erfolg mit sinnstiftender Arbeit verbinden wollen , bietet noch zu vermietende Arbeitsplätze im selfHUB an. self ist ein Treibhaus für Menschen, die nachhaltige und innovative Lösungen für die gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit – durch Unternehmergeist, Kreativität, Eigeninitiative und Selbstverantwortung, ...

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Opportunismus oder Interessenlosigkeit: Green IT auf der CeBIT

Samstag, den 8. März 2008

CeBIT Green IT villageDie CeBIT in Hannover hat “Green IT” zu ihrem diesjährigen Schwerpunktthema erklärt, ein solides Konzept lässt sich allerdings nur schwer erkennen. Die weltgrößte Messe der Informations- und Telekommunikationsbranche könne “Trends der Industrie aufnehmen und abbilden” meint ihr Chef Ernst Raue. Es gehe um die Energieeffizienz der eigenen Industrie genauso wie die der Anwenderindustrien. Aber gibt es einen wirklichen Durchbruch bei umweltfreundlicher Kommunikationstechnik, die laut Gartner-Schätzungen für 2% der weltweiten CO2-Emissionen (ungefähr so viel wie der gesamte Flugverkehr) verantwortlich ist?

Überall auf dem Messegelände stehen Hinweisschilder zum “GreenIT Village”. Die sind auch bitter nötig, denn der nur wenige Quadratmeter große, aber mit fetten Halogenstrahlern voll ausgeleuchtete Stand ist in die hinterste Ecke der letzten Halle auf dem Gelände (Nr.9) verbannt worden, gute 25 Minuten Fußweg vom S-Bahnhof oder der U-Bahn Messe Nord. Wollte die Messe nicht anders oder interessieren sich Firmen nicht für Umweltschutz?

Raue selbst gibt bei seiner Eröffnungsrede zum Chip Award zu, dass die Aussteller auf die Frage der Messe, welche grünen Technologien sie denn vorstellen werden, zu Beginn keine Antworten hatten. Nach und nach erst sind zögerliche Statements eingegangen… Vielleicht weiss die Technikindustrie gar nicht was mit Green IT überhaupt gemeint ist.Wirtschaftsminister Glos schreibt in einem Grußwort es gehe um “energieeffiziente IT-Nutzung”. Andere meinen es gehören auch Themen wie Giftstoffe, Recycling und Bedingungen bei der Herstellung von Geräten dazu. Die NPO “climate savers” (gegründet von WWF und Firmen wie Google, Intel und FujitsuSiemens) mit der die CeBIT zusammenarbeitet, fokussiert sich auch auf Energie. Sie möchte aufklären über das Powermanagement von Personal Computern, und hat einen Katalog mit klimafreundlichen Computern, komischerweise sind die meisten von den Sponsorenfirmen. Auch der Branchenverband Bitkom setzt auf Verbraucherverhalten und Einkaufsguides für Rechenzentren.

Klingt gut, aber nicht gerade eine Revolution. Endlich praxistaugliche Lösungen im Bereich Photovoltaik oder Brennstoffzellen, für autarke Stromversorgung in technischen Geräten wären zum Beispiel eine. Oder niedrigvoltige Hausstromnetze, um dem Ein-Trafo-pro-Gerät-Problem Herr zu werden. Wasserfall Laptop

Auf der CeBIT wollte man eine umweltfreundliche Informationstechnologie neben dem Green Village über Vorträge und den Green Guide behandeln. Die Vorträge waren Werbeveranstaltungen der ausstellenden Firmen und der GreenGuide 100-seitiges dickes Heft in zwei Sprachen, das mit vielen Grußworten, hohe Ansprüchen und Werbung gefüllt war, aber eigentlich das Papier nicht Wert war auf dem es gedruckt wurde.

Eine interessante Zahl war drin: Wenn jeder der rund 1/2 Million Messebesucher das Powermanagement seines PCs einschalten würde, ließe sich pro Jahr 113 Millionen Kilowattstunden oder der CO2 Ausstoß von 17 000 Autos einsparen.

Also ich jedenfalls schalte meinen Rechner jetzt aus.

Die CeBIT in Hannover hat \"Green IT\" zu ihrem diesjährigen Schwerpunktthema erklärt, ein solides Konzept lässt sich allerdings nur schwer erkennen. Die weltgrößte Messe der Informations- und Telekommunikationsbranche könne \"Trends der Industrie aufnehmen und abbilden\" meint ihr Chef Ernst Raue. Es gehe um die Energieeffizienz der eigenen Industrie genauso wie die der Anwenderindustrien. Aber ...

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